Pallywood: Die Kulissen des Terrors

Westliche Fotografen machen an der Sicherheitsmauer, die von Israel zum Schutz vor Terroristen gebaut wurde (der deutlich überwiegende Teil der Trennanlage besteht aus einem Zaun), Aufnahmen von einer palästinensischen Frau, die zuvor gebeten wurde, sich weinend vor den englischen Schriftzug zu stellen (etwa Frühjahr 2006)

Die jüngste Geschichte um ein arabisches Teenagermädchen, das einen israelischen Soldaten, der einen jugendlichen Steinewerfer festhalten wollte, in die Hand biss, ist keineswegs ein Beispiel für die besondere israelische Grausamkeit gegenüber den Palästinensern. Vielmehr wurde hier erneut ein Pallywood-Stück aufgeführt, das in europäischen Medien dankbare Abnehmer fand.


VON STEFAN FRANK

Palästinensische Terroristen und europäische Medien arbeiten bisweilen so eng zusammen, dass man von einem antisemitisch-medienindustriellen Komplex sprechen könnte. Die einen produzieren mit aller Gewalt Opfer, die anderen schreiben darüber und geben ihren Geschichten den antiisraelischen Dreh, den beide sich wünschen. Ohne Europas Medien, Regierungen und die von der EU unterstützten Anti-Israel-NGOs gäbe es im Gazastreifen und dem Westjordanland wohl längst keinen Terrorismus mehr. Eine schreckliche Vorstellung für Europas Judenhasser. Um es nicht so weit kommen zu lassen, pumpt Europa viel Geld in Organisationen, die Arabern sagen, dass die Israelis Kriegsverbrecher und Völkermörder seien, mit denen sie niemals Frieden schließen dürften.

Wenn der so geschürte Hass zu neuerlicher Gewalt führt, ist das für Europas Medienmaschinerie nur Anlass für weitere Tiraden gegen Israel, was die Terroristen wiederum zu weiterer Gewalt ermuntert. Sie wissen, dass sie in Europa niemals ein schlechtes Image haben werden; der palästinensische Terrorismus ist das beste Beispiel für das, was man eine Win-win-Situation nennt: Gelingt es arabischen Milizen, Juden zu ermorden, ist das für sie das größte Glück, dann gibt es öffentliche Jubelfeiern. Werden sie von israelischen Polizisten oder Soldaten daran gehindert, schreien sie: »Hilfe, wir werden unterdrückt!« – und haben die Sympathien des antisemitisch-medienindustriellen Komplexes auf ihrer Seite. Für Nachwuchsterroristen gibt es das Ritual der für westliche Kamerateams inszenierten Steinigungen. Tuvia Tenenbom beschreibt es in seinem Buch »Allein unter Juden« am Beispiel des Dorfes Bilin:

Langsam aber sicher zeichnet sich hier ein Schauspiel ab, und die verschiedenen Akteure gehen auf ihre Positionen. Die ersten sind die europäischen und arabischen Nachrichtenjournalisten. Mit großen Kameras, kleinen Mikrofonen und weiterer Ausrüstung nehmen sie Platz auf der »Bühne« ein. Eines der hier vertretenen Medien erkenne ich sofort, nämlich die britischen Sky News. Ich dachte immer, dass die Nachricht auf das Ereignis folgt, es scheint aber doch andersherum zu sein. Wie ich hier sehen kann, sind die Journalisten in Wirklichkeit die entscheidenden Akteure, und erst nachdem sie ihre Position bezogen haben, tun es die anderen auch. »Fernsehproduktion« bekommt hier eine lustige neue Bedeutung. […] »Protest«, lerne ich, ist hier ein Geschäft. Um mich herum verkaufen die Dorfbewohner aus Bilin diverse Artikel: Atemschutzmasken, Kufijas, weitere Flaggen, Zwiebeln gegen Tränengas und andere tolle Sachen. […]

Und das ist die Raumaufteilung: Die Journalisten stehen mit ihren großen »Presse«-Westen in erster Reihe, neben ihnen bauen sich die »Schabab«, die arabischen Jugendlichen, auf, unter hinter ihnen sammeln sich die Touristen und der Chor. […] Zur Rechten halten linke Weiße genau in dem Moment große Spruchbänder gegen den jüdischen Rassismus hoch, in dem der Imam saftige rassistische Köstlichkeiten auf Arabisch herausschreit. […] Das Vorspiel geht weiter. Die arabischen Gebetschoristen bleiben, wo sie sind, während sich die Ausländer in Bewegung setzen. Die meisten von ihnen sind jung, es gibt aber auch ein paar ziemlich Alte. […] Einer von ihnen bewegt sich in einem Rollstuhl zwischen Steinen hindurch und bietet somit ein bewegendes Schauspiel des Trotzes gegen die furchtbaren Juden, die unten an einem der nahe gelegenen Hügel stehen. Ja, es sind Juden hier. Soldaten. Zehn etwa. Die Journalisten machen den letzten Ton- und Lichtcheck. Gleich kann es heißen: Vorhang auf. […] Die Jugendlichen, Schabab, beginnen mit ihrer Zwillenshow und schleudern so viele Steine auf die Soldaten, wie sie nur können. Nichts passiert. Nun werden schwerere Steine auf die Soldaten geworfen. […] Noch immer keine Reaktion von den Juden. […] Die Schabab werfen Brandbomben auf die Soldaten. Ein Soldat schießt Tränengas in die Luft.

Die jüngste Geschichte um das arabische Teenagermädchen, das einen israelischen Soldaten, der einen jugendlichen Steinewerfer festhalten wollte, in die Hand biss, ist ein weiteres Beispiel für die in Massenproduktion hergestellte Ware. Viele Leser werden davon bereits gehört haben, daher in aller Kürze: Die Bewohner des arabischen Dorfes Nabi Saleh, nordwestlich von Jerusalem, ziehen jeden Freitag zum jüdischen Nachbarort Halamish, um Steine auf Juden zu werfen. Da israelische Polizisten und Soldaten sich ihnen in den Weg stellen, schleudern sie ihre Steine stattdessen auf diese. Am vorvergangenen Freitag gelang es israelischen Soldaten, eine Gruppe der Angreifer zu stellen. Ein Soldat hielt einen minderjährigen Hooligan fest. Daraufhin kam eine Meute von Frauen (die Männer standen unmittelbar daneben, filmten und fotografierten, wie man in einem Film sehen kann) und versuchte, den Jungen gewaltsam zu befreien. Eine 13-Jährige biss den Soldaten dabei in die Hand.

Hier haben wir die Art von Gewalt, die nur dann als legitim erscheint, wenn sie sich gegen Juden richtet: Niemand würde mögen, dass ihm jemand in die Hand beißt, denn es ist nicht nur schmerzhaft, sondern führt oft zu lebensgefährlichen Infektionen. Gleichfalls würde niemand wollen, dass jemand Steine auf ihn wirft, was zu schweren Verletzungen führen kann und in Israel immer wieder Zivilisten tötet. Um die Chance zu erhöhen, dass Menschen getötet werden, nutzen die Terroristen Schleudern und sogar stationäre Katapulte. Ein solches Verhalten würde wohl in jedem Land sanktioniert werden. Doch wenn die Opfer nur Juden sind, wird aus der Tatbeschreibung ein Rührstück, zumal, wenn sich eine »Spiegel Online«-Schreiberin – die »KarriereSPIEGEL«-Redakteurin Verena Toepper – der Geschichte annimmt:

Es sind verstörende Bilder. Ein maskierter Soldat hält ein Kind im Würgegriff. Der linke Arm des kleinen Jungen steckt in einem Gipsverband, Tränen kullern über sein Gesicht, er schreit. Zwei Frauen und ein Mädchen reißen an der Jacke des Soldaten, wollen ihn von dem kleinen Jungen wegzerren. Das Mädchen hat ein pinkfarbenes T-Shirt mit der Comicfigur Tweety an und eine Gasmaske umgehängt. Sie beißt dem Soldaten in die Hand. Eine andere Frau reißt ihm die Strumpfmaske vom Kopf. Erst als ein weiterer Soldat auftaucht, lässt der Mann von dem Kind ab.

Tweety und Gasmaske, das fügt sich harmonisch zusammen wie eine Kalaschnikow in den Händen eines achtjährigen Hamas-Mädchens; der »Spiegel«-Karrieristin kommt das nicht komisch vor, sie lässt keine Zweifel daran, dass der Jude der Bösewicht ist – die übliche Seifenoper von den unterdrückten Palästinensern (die nur dann einen Marktwert hat, wenn man Israel die Schuld geben kann: Für Palästinenser, die von anderen Arabern unterdrückt oder getötet werden, interessiert sich niemand).

Weil es einen so großen Bedarf an Fotos und Filmen gibt, die diese Lüge erzählen, existiert in den Palästinensischen Autonomiegebieten eine boomende Industrie, die permanent neues Material produziert: Pallywood. Das bissige Mädchen aus Nabi Saleh wird im Internet »Shirley Temper« genannt, sie ist eine bekannte Pallywood-Schauspielerin und heißt eigentlich Ahed Tamimi. Die Tamimis sind ein Terroristen-Clan, dem auch Ahlam Tamimi angehört, die sich in einem Interview »glücklich« darüber zeigte, dass sie es war, die für die Hamas im August 2001 jene Pizzeria in Jerusalem ausgesucht hatte, in der diese nachfolgend einen Bombenanschlag verübte, bei dem 15 Menschen, darunter acht Kinder, ermordet wurden.

Seit Jahren schickt ihr (schon mehrfach wegen Gewaltverbrechen verurteilter) Vater Bassam al-Tamimi seine Tochter Ahed alias »Shirley Temper« zu Demonstrationen, damit sie dort wie am Spieß schreit, Soldaten bedrängt und – so hofft er – israelische Soldaten zu unbedachten Reaktionen provoziert. Das ist ihr aber noch nie gelungen, auch diesmal nicht. Der Soldat ließ sich lieber in die Hand beißen, als selbst Gewalt anzuwenden. Auch sonst ging für Pallywood der Schuss diesmal nach hinten los. Die »Daily Mail«, die zuerst ebenfalls eine Geschichte mit dem Klischee »verzweifelter« Palästinenser gebracht hatte, änderte nachträglich ihre Story: »Fragen tauchen auf«, hieß es nun, »nachdem das Mädchen, 13, als fleißiger ›Pallywood-Star‹ enttarnt wurde«.

Nachdem das, was »Spiegel Online« als traurigen palästinensischen Alltag ausgegeben hatte, der ganz zufällig einmal gefilmt wurde, als Inszenierung für die Kamera aufgeflogen war, schob die Redaktion einen trotzigen Artikel hinterher, in dem der Autor die Argumente austauschte und jetzt behauptete, wichtig sei nicht das Ereignis selbst, sondern vielmehr der historische Zusammenhang:

Bassam al-Tamimi weiß, wie wichtig die Bilder sind, die Übergriffe schwerbewaffneter israelischer Soldaten auf Kinder zeigen. Sie verdeutlichen nämlich die Asymmetrie des Nahostkonfliktes: Eine der modernsten Armeen der Welt herrscht seit 48 Jahren über ein anderes Volk und bestimmt darüber, was dieses Volk tun oder lassen darf. Ganz ohne Inszenierung.

Ist das so? Auf jemanden, der nicht europäisch indoktriniert ist, machen die Bilder einen ganz anderen Eindruck. Arabische Leser der Website von »Al-Jazeera« reagierten jedenfalls verblüfft auf die Zurückhaltung des Soldaten. Ein solches Verhalten kennen sie aus ihren eigenen Ländern nämlich nicht. »Man beachte, dass er, obwohl er eine Waffe hat und obwohl er ein Soldat der zionistischen Entität ist, ihn nicht in den Kopf geschossen hat. Man stelle sich vor, dasselbe würde in arabischen Ländern passieren, wie unsere Leute reagieren würden«, schreibt eine Person namens »Osama«. »Wenn das in Ägypten passiert wäre, hätten sie den Jungen mit scharfer Munition erschossen, statt so freundlich zu sein«, bemerkt ein anderer.

Die Traumfabrik Pallywood beweist also vielmehr, dass es den Arabern in Israel und dem Westjordanland so gut geht wie nirgendwo sonst im Nahen Osten. In keinem arabischen Land genießen sie ein solches Maß an Freiheit wie unter der »israelischen Besatzung«. In keinem anderen Land könnte jemand Woche für Woche potenziell tödliche Geschosse auf Polizisten und Soldaten abfeuern – in vielen Staaten der Welt würde er das nur einmal tun und dann nie wieder.

Bei YouTube gibt es einen großartigen Film, der auf der Basis von Filmmaterial, das arabisch-palästinensische Kameramänner gedreht haben, die ganze Wahrheit über Pallywood zeigt: »Pallywood – According to Palestinian Sources«. Man sieht dort beispielsweise einen Mann, dem angeblich in den rechten Oberschenkel geschossen wird. Fast im selben Augenblick erscheint aus dem Nichts ein Krankenwagen. Der Mann, an dessen Kleidung kein Blut zu sehen ist, wird auf das angeblich verletzte Bein gelegt (ab Minute 3:15). Ein Mann feuert mit einem Sturmgewehr durch ein Loch in einer Wand, angeblich auf israelische Soldaten (diese Aufnahme wird also für das arabische Publikum gemacht worden sein, für westliche Fernsehsender produziert Pallywood ausschließlich Szenen mit Palästinensern als »Opfern«). Er feuert aber in Wahrheit in ein leeres Haus, um ihn herum ist eine große Menschenmenge, ein Zivilist gibt Uniformierten Regieanweisungen (ab 4:10). In einem Film, der von einer israelischen Drohne gemacht wurde, ist eine Gruppe von Palästinensern in Jenin zu sehen, im April 2002, zum Zeitpunkt des angeblichen »israelischen Massakers«. Sie tragen eine Bahre, auf der eine Person liegt. Da sie unachtsam sind, fällt die angebliche Leiche herunter, steht dann aber aus eigener Kraft auf und legt sich wieder auf die Bare (ab 6:00) Später passiert ihnen das Gleiche noch einmal (ab 6:30).

Der zweiteilige Film (Teil 1, Teil 2) dauert insgesamt 18 Minuten. Allen Lesern sei dringend geraten, sich ihn anzuschauen. Als Teaser (und für diejenigen, die Schwierigkeiten mit dem Englischen haben) seien nachfolgend einige Passagen übersetzt:

Willkommen in Pallywood. Pallywood ist eine geschäftige Industrie des Freiluftkinos. Vor dem Hintergrund eines Konflikts, von dem wir meinen, wir wüssten über ihn Bescheid, werden gestellte Nachrichten in Echtzeit gedreht. Es gibt Regisseure, Maskenbildner, Kulissen, Statisten (die oft Tote oder Verletzte mimen), Requisiten (insbesondere Krankenwagen), zahlreiche Kameramänner und manchmal auch ein großes Publikum. Pallywood operiert mit einigen wenigen wesentlichen Sequenzen: Eine Person mimt oder übertreibt eine Verletzung und zieht eine Menschenmenge an. […]

Jemand winkt oder pfeift, woraufhin ein Krankenwagen wie aufs Stichwort erscheint. Hektische Männer schnappen sich den Verletzten, wobei sie ihm manchmal weitere Verletzungen zufügen, und laden ihn in den Krankenwagen. Die Kennzeichen von Pallywood sind Verletzte, die oft mehr wie Fußballspieler aussehen, die dem Schiedsrichter etwas vorspielen, als wie echte Verletzte; allzeit bereite Krankenwagen und Krankenverladungen, die echte Verletzte töten oder ihnen dauerhafte Schäden zufügen würden. Warum so grob? Diejenigen, die die Verletzten wegbringen, scheinen in Panik zu sein. Aber warum? Mutmaßlich sind sie unter israelischem Beschuss. Ganz sicher tun sie so, als wenn sie es wären. Doch wenn das wirklich so wäre, würden sie den Verletzten dann nicht vom israelischen Posten wegbringen?

Hier (bei 8:35) rennt eine Gruppe Jugendlicher mit einem vermeintlich verletzten Jungen scheinbar vor den Israelis davon. Doch sobald sie auf der anderen Straßenseite angekommen sind, nimmt ein Erwachsener ihnen den Jungen weg und trägt ihn wieder zurück zu dem Krankenwagen, der direkt vor dem israelischen Wachtposten wartet – wo Menschen herumstehen, die offenbar keine Angst vor israelischen Gewehren haben. Betrachten wir eine andere Szene: Dieser junge Mann rennt über die Straße, von den Israelis weg; er trägt etwas, das wie ein Molotowcocktail aussieht und reicht es an einen anderen weiter. Ein roter Fleck auf seiner Stirn sieht wie Blut aus – doch seine Bewegungen zeigen keine Anzeichen einer Verletzung. Er rennt in eine Menge, wo er plötzlich zu einem Kriegsverletzten wird. Man beachte, dass er für jemanden, der verletzt sein soll, sehr stabil sitzt; den Kopf hält er aufrecht, während die Menge ihn trägt.

Man beachte auch die beiden französischen Kameramänner, die den dramatischen Augenblick filmen. Doch was tun sie jetzt? Die Gruppe trägt ihn wieder direkt vor den israelischen Posten zurück! Die Leute scharen sich um ihn, die Rücken zu den israelischen Gewehren gekehrt, ohne die geringsten Anzeichen von Furcht, und das, obwohl sie gerade jemanden wegbringen, der angeblich ein Opfer israelischer Kugeln ist. Sind diese Leute in einem Kriegsgebiet? Oder am Drehort eines Spielfilms? Diese auf den Kopf gestellte Logik von Pallywood ist eine der verblüffenden Entdeckungen, die man macht, wenn man sich das ungeschnittene Filmmaterial ansieht. Wenn sie nicht spielen, zeigen die Palästinenser keinerlei Angst vor israelischen Gewehren, selbst wenn sie sich am selben Ort befinden wie die Schauspieler. […]

Die Pallywood-Produktionen bestätigen die beständig wiederholten Behauptungen der Sprecher von Palästinenserorganisationen: Soldaten der Besatzungsarmee machen ihren unschuldigen Opfern das Leben zur Hölle, auf bösartige Weise, permanent und aus freien Stücken. […] Dort, wo es stattfindet, ist Pallywood ein offenes Geheimnis. Das Publikum genießt die gestellte Show, hier, direkt vor dem israelischen Posten. Manchmal muss der Drehort erst von Zuschauern befreit werden, bevor die Szene gedreht werden kann. Pallywood-Statisten applaudieren und lächeln zufrieden über eine gelungene Leistung. Und Pallywood funktioniert. Internationale Nachrichtenmedien extrahieren die wenigen überzeugenden Momente der gestellten Szenen und präsentieren sie als Nachrichten. […]

Pallywood hat nicht nur die Macht, eine arglose Öffentlichkeit zu beeinflussen, sondern spannt auch die besten Journalisten für sich ein, die vielleicht aus Naivität an dessen Opferproduktion glauben. […] [Stimme eines Nachrichtensprechers: »Im modernen Krieg kann ein Bild so viel wert sein wie tausend Gewehre.«]. Und das ist es, worum sich in Pallywood alles dreht.

Es geht darum, Juden schlecht aussehen zu lassen. Israelische Linke sagen sinngemäß: Wir müssen ihnen den Gefallen ja nicht tun, lasst uns einfach aufhören, uns zu wehren, dann können sie uns auch nicht dabei filmen. Doch Fotos von Juden, die sich nicht wehren, gab es im 20. Jahrhundert zuhauf. Es wurde ausprobiert und ist für die Juden nicht gut ausgegangen. Wenn Israel existieren will, muss es eine schlechte Presse in Kauf nehmen – eine andere gibt es für einen jüdischen Staat ohnehin nicht.

Zum Foto: Westliche Fotografen machen an der Sicherheitsmauer, die von Israel zum Schutz vor Terroristen gebaut wurde (der deutlich überwiegende Teil der Trennanlage besteht aus einem Zaun), Aufnahmen von einer palästinensischen Frau, die zuvor gebeten wurde, sich weinend vor den englischen Schriftzug zu stellen (etwa Frühjahr 2006).

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