Rund um PISA

Manchmal ist Werbung doch etwas Großartiges. Der folgende Aushang etwa entbehrt nicht einer recht unfreiwilligen, aber umso umwerfenderen Komik und produziert ein schönes Missverständnis: Haben wir es hier mit besonders gelehrigem Federvieh zu tun, oder dürfen nur Akademiker die Tiere essen? Und was hat das alles mit PISA zu tun? Sind in diesen Breitengraden wenigstens die Hühner nicht so dumm, wie man glaubt?

Vielleicht kommt die ganze Misere aber auch daher, dass einem das Lernen hierzulande durchaus absichtsvoll vermiest wird. Und das nicht nur in der Schule, sondern darüber hinaus im Leben. Möglicherweise hat das folgende Zeitungsinserat aber auch einen ganz anderen Hintergrund und soll vor allem eine Minderheit ungewöhnlicher Herkunft ansprechen, der die Ausbildung an einem Instrument nur dann ein Vergnügen bereitet, wenn sie möglichst viel Pein verursacht:

Derweil also das Bildungsniveau im Schwinden begriffen ist, wuchert man mit einem anderen Pfund: der Exportweltmeisterschaft. Das Team Made in Germany sichert sich regelmäßig diesen Pokal und hat damit sowohl seinen Kollegen vom Fußball als auch der studierenden Zunft die entscheidenden Längen voraus. Dabei nimmt man es aber nicht immer so genau und brüstet sich schon mal mit Errungenschaften, die eigentlich andere ins Werk gesetzt haben. In der folgenden Annonce etwa reklamiert man die virtuelle Welt de facto als deutsche Innovation, die soeben ihren weltweiten Siegeszug antrete:

Perlen deutschen Werbewirkens, nicht wahr? Diese und andere Köstlichkeiten gibt es bei Bastian Sick aka Zwiebelfisch, der mal wieder einen Klick wert ist.

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