Nichts wie weg

Manchmal kann es sinnvoll sein, den Rechner für ein paar Tage ausgeschaltet zu lassen und das Weite zu suchen. Das hat auf jeden Fall den Vorteil, dass der nagelneue Bundestrojaner noch ein bisschen warten muss, bis er es sich auf der Festplatte bequem machen kann (wenn er es denn überhaupt bis dahin schafft und nicht vorher vom Virenscanner und der Firewall höflich, aber bestimmt zur Umkehr ermahnt wird). Doch wohin schweifen, wenn die Kiste ausnahmsweise ruht? Vielleicht nach Kanada? Dort leben auf jeden Fall originelle und widerspenstige Menschen, die angesichts eines drohenden Alkoholtests auch schon mal Kontaktlinsenflüssigkeit trinken, sich anschließend ihre Socken in den Mund stopfen und – nachdem die Polizei ihr Anliegen erst mit Pfefferspray untermauert und ihm anschließend auf der Wache nochmals Nachdruck verliehen hat – zum Finale ihren Kopf in eine Kloschüssel tauchen. Man könnte aber auch nach China fliegen. Da soll es gerade gar nicht so übel sein, nachdem die deutsche Kanzlerin ein „Klima von Respekt und Humor“ erzeugt hat, wie zu erfahren ist. Womöglich handelt es sich aber auch nur um ihr Double; das weiß man nicht so genau, weil in China alles raubkopiert wird, was es nicht bei drei auf die Bäume geschafft hat. Wahrscheinlich also auch Frau Merkel und sogar der Bundestrojaner. Dann schon lieber Italien. Jenseits der Alpen hat man es zumindest nicht so hündisch mit Autoritäten wie hierzulande; ganz im Gegenteil wird der Gerechtigkeit dort bisweilen auf recht respektlose Weise nachgeholfen, besonders beim Fußball. Andererseits brennt dort auch gerade der Baum.

Gleichwie: Lizas Welt wird eine kurze Pause einlegen. Den nächsten Beitrag gibt es voraussichtlich am 7. September.

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