Lizas Welt (IV)

Lahm oder Liza? Das fragt sich Bayern-Trainer Felix Magath vor jedem Spiel, und in letzter Zeit – seit Philipp Lahm wieder fit ist – ließ er mal den einen, mal den anderen ran, gelegentlich sogar beide zusammen, auf der linken Außenbahn, Lahm eher offensiv und Liza defensiv. Gegen Nürnberg (2:1) spielten beide je eine Halbzeit, wobei Liza die erste bestritt und nach dem Spiel die Kritiker beschwichtigte, die den Bayern Leichtfertigkeit unterstellten: „Man kann den Gegner nicht immer mit drei, vier Toren vom Platz schießen.“ Wohl wahr und eine gelassen ausgesprochene, nüchterne Selbstverständlichkeit.

Auf der Homepage des FC Bayern kann man nachlesen, dass der Konkurrenzkampf der beiden Anwärter auf den linken Platz in der Abwehrreihe den einen wie den anderen beflügele: „Lahm in Nacken macht Liza stark“, lautet die Tageslosung:

„Gerade Lizarazu scheint durch den starken ‚Herausforderer‘ (Lahm über sich selbst) im Spätherbst seiner Karriere noch mal an seiner Bestform zu kratzen. Gegen Nürnberg war er mit 80 Prozent gewonnener Zweikämpfe bester Akteur auf dem Platz. ‚Liza ist die ganze Rückrunde schon gut drauf‘, sagte Magath, der beide generell als ‚unterschiedliche Spielertypen‘ bezeichnet.“

Und der das „Job-Sharing“ durchaus fortsetzen möchte:

„Bixente ist gut drauf, Philipp ist gut drauf, und beide nehmen den Konkurrenzkampf an. Warum sollte ich den Vorteil nicht nutzen und sie beide spielen lassen?“

Liza selbst sieht das ganz gelassen und kommt mit der Situation souverän aus: „Es gibt noch so viele Spiele, da ist es kein Problem, ab und zu mal zu pausieren.“ Aber bitte wirklich nur ab und zu.

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