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		<title>Karneval der Empörten</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Magdeburg wurde anlässlich einer Nazi-Demo und der Proteste dagegen vollends ununterscheidbar, wer auf welcher Seite steht. VON TJARK KUNSTREICH UND JOEL NABER Die Häftlingsuniformen reichten nicht, auch die Gesichter hatten sie sich grau angemalt, um die Wohlstandsrosigkeit zu kaschieren: Eine Gruppe von Demonstranten, die gegen den Nazi-Aufmarsch in Magdeburg am 14. Januar protestieren wollten, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2122&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-2123" title="Erinnern an was? Und wer ist das »Wir«, das Menschen an den Faschismus verliert? Magdeburg, 14. Januar 2012." src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2012/01/magdeburg2.jpg?w=500&#038;h=378" alt="" width="500" height="378" /></strong></p>
<p><strong>In Magdeburg wurde anlässlich einer Nazi-Demo und der Proteste dagegen vollends ununterscheidbar, wer auf welcher Seite steht.</strong><br />
<em><br />
</em><br />
<span style="color:#000066;"><strong>VON TJARK KUNSTREICH UND JOEL NABER</strong></span><br />
<em><br />
</em><br />
Die Häftlingsuniformen reichten nicht, auch die Gesichter hatten sie sich grau angemalt, um die Wohlstandsrosigkeit zu kaschieren: Eine Gruppe von Demonstranten, die gegen den Nazi-Aufmarsch in Magdeburg am 14. Januar protestieren wollten, hatte sich da etwas ganz Besonderes ausgedacht. Allerdings waren sie nicht barfuß unterwegs oder in Holzschuhen; so sieht man auf dem Foto oben die Markenschuhe, die Authentizität hat schließlich ihre Wettergrenzen. Wer nun vermutet, dass es sich hier um besonders radikale Gegner handelte, die zu jeder Form der Verhinderung eines Aufmarsches der Nazis bereit gewesen wären, hat weit gefehlt. Nicht nur, dass man sich schlicht auf die Straße <a href="http://bubizitrone.tumblr.com/post/15841450611/xaftershowx-sternstunden-antifaschistischer" target="_blank">legte</a>, um sich wegtragen zu lassen. Um den Anschein allzu großer Identifikation mit den Opfern des Nationalsozialismus gar nicht erst aufkommen zu lassen, legten diese Leute eine Erklärung in Form eines Transparents vor, auf dem stand: »FÜR DAS ERINNERN – Wir trauern um jeden Menschen, den wir an den Faschismus verlieren«.</p>
<p>Erinnern an was? Und wer ist das »Wir«, das Menschen an den Faschismus verliert? Die Selbstverständlichkeit, mit der man sich an die Stelle der Opfer setzt und die schon für sich genommen pervers ist, setzt sich reibungslos fort in der Nonchalance, mit der im selben Moment die Opfer des Nationalsozialismus durch die Nazis ersetzt werden, »die wir an den Faschismus verlieren«. Was suggeriert das anderes als: Wir könnten uns doch, im ERINNERN, so gut verstehen! Diese Ergänzung des Nazi-Gedenkens an die Bombardierung Magdeburgs steht in der schlechten Tradition des DDR-Antifaschismus, der schon immer die Opfer der Vernichtung vereinnahmte und damit zugleich zum Verschwinden brachte – doch es geht noch eine Stufe weiter: Das kämpferische Moment der Kommunisten ist der Identifikation mit der den Opfern zugedachten Passivität gewichen, die als Unschuld imaginiert wird.</p>
<p>Ehemalige KZ-Häftlinge haben zu verschiedenen Gelegenheiten ihre Uniformen wieder angezogen – manchmal auch solche Überlebende, die nicht im KZ waren –, um beispielsweise gegen Berufsverbote zu protestieren oder für die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter zu demonstrieren. Schon das war fragwürdig, aber es war die Sache der Überlebenden. Allerdings war ihr Erscheinen vor dem Majdanek-Prozess oder anlässlich von IG-Farben-Aktionärsversammlungen Ausdruck ihres Interesses und ihrer Anliegen – gegen eine Gesellschaft, die die Tatsache, dass sie diese Uniformen einst trugen, verleugnete. Mit dem Tod der Überlebenden hat sich diese Form des moralischen Appells gegen das Vergessen erledigt. Nicht erledigt hat sich dagegen offenbar die Attraktivität des Opferstatus – die obszöne Verkleidung bringt schlafwandlerisch die neueuropäische Moral der Empörten zum Ausdruck, die sich von den Altnazis gestört fühlt, aber sie instinktiv auf ihrer Seite zu wissen wünscht. Denn an Gemeinsamem – dem ERINNERN an die Schrecken des alliierten Bombenkriegs und an die Gegenwart der fortdauernden Schrecken des globalisierten Kapitalismus – mangelte es doch nicht.</p>
<p>Dass sich das in Magdeburg abspielt, jener Hochburg der Vereinigung von west- und ostdeutschem Antiimperialismus, ist kein Zufall: Von allem war die <a href="http://blockierenmagdeburg.blogsport.de/aufruf/" target="_blank">Rede</a> vor diesem Nazi-Aufmarsch, nur nicht vom Antisemitismus und vom Hass auf Israel. Wer davon spräche, würde im Handumdrehen Demonstranten wie Gegendemonstranten vereint gegen sich sehen. Die europäische Unschuld, die heute lieber morden lässt, statt selbst zu morden, fühlt sich von den bösen ewiggestrigen Nazis, denen man zumindest zugestehen muss, dass sie negativ die Wahrheit der europäischen Geschichte repräsentieren, eben so sehr gestört, wie sie sie zur Selbstvergewisserung braucht. In wenigen Wochen wird sich das Gleiche in Dresden abspielen, eine Selbstversicherung für deutsche Antifaschisten, die ohne Nazis in eine Identitätskrise gerieten – nicht von ungefähr sah man auf der Seite der Gegendemonstranten kein Transparent, das die Lüge von den »alliierten Mördern« angegriffen hätte. Denn darin ist man sich einig: Deutsche Opfer sind keine Täter.</p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2012%2F01%2F16%2Fkarneval-der-empoerten%2F&amp;linkname=Karneval%20der%20Emp%C3%B6rten" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Karneval der Empörten" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lizaswelt.net/category/gastbeitrage/'>Gastbeiträge</a>, <a href='http://lizaswelt.net/category/politik/'>Politik</a> Tagged: <a href='http://lizaswelt.net/tag/antisemitismus/'>Antisemitismus</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/israel/'>Israel</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/magdeburg/'>Magdeburg</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/nationalsozialismus/'>Nationalsozialismus</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/neonazis/'>Neonazis</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2122/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2122&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>An der Ilm, da gibt’s koa Sünd’!</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 17:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für den Fall, dass es jemandem noch nicht bewusst sein sollte: Die Arabische Liga ist nichts anderes als eine Agentur des US-Imperialismus, eine Marionette der Nato, eine Vorfeldorganisation der Zionisten! Seit zehn Tagen sind ihre Beobachter in Syrien – doch statt der Weltöffentlichkeit deutlich zu machen, dass dort alles zum Allerfeinsten bestellt wäre, wenn nur [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2113&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="»Das iranische und [das] syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden«, findet der Verein »Freundschaft mit Valjevo«. Und wer könnte dieses Recht besser gewährleisten als Bashar al-Assad in Syrien und Mahmud Ahmadinedjad im Iran?" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2012/01/assad-ajad.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Für den Fall, dass es jemandem noch nicht bewusst sein sollte: Die Arabische Liga ist nichts anderes als eine Agentur des US-Imperialismus, eine Marionette der Nato, eine Vorfeldorganisation der Zionisten! Seit zehn Tagen sind ihre Beobachter in Syrien – doch statt der Weltöffentlichkeit deutlich zu machen, dass dort alles zum Allerfeinsten bestellt wäre, wenn nur der aggressive Westen die friedliebende Assad-Regierung nicht per Insurgenten, Sabotageakten und Kriegsdrohungen zunehmend destabilisieren würde, <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,808464,00.html" target="_blank">behaupten sie</a> doch tatsächlich allen Ernstes, es gebe zwischen Aleppo, Damaskus und Kuneitra üblen Terror, Folterungen und Morde, die auf das Konto eben jener Regierung gingen! Einer der Kontrolleure hat das Land sogar wieder verlassen, weil er und seine Kollegen von Assads Sicherheitsleuten angeblich »zum Narren gehalten« werden! Auf nichts und niemanden ist mehr Verlass!</p>
<p>Oder sagen wir: auf fast niemanden. Denn es gibt einen Hoffnungsschimmer, und der geht vom malerischen Pfaffenhofen an der Ilm aus – einem konsequent antiimperialistischen Widerstandsnest, an dem sich die Imperialistenknechte von der Arabischen Liga ein Beispiel nehmen sollten. In Pfaffenhofen nämlich sitzt der Verein »Freundschaft mit Valjevo«, der vor knapp dreizehn Jahren »unter dem Eindruck des völkerrechtswidrigen Natokrieges gegen Jugoslawien und der wochenlangen Bombardierung serbischer Städte« gegründet wurde, wie es auf der Internetseite dieser tadellosen Organisation <a href="http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?page_id=6" target="_blank">heißt</a>, und der nun mit einem <a href="http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?p=402" target="_blank">Appell</a> auf sich aufmerksam gemacht hat, bei dem bereits der Titel erfreulicherweise keine Fragen offen lässt: »Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!«, lauten die Forderungen, die von Oberbayern aus in die Welt getragen werden sollen.</p>
<p>Und der Aufruf trägt reife Früchte: Rund 1.300 mutige – und teils illustre – Unterzeichner gibt es bereits, darunter die unbeugsamen linken Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schroeter, Sevim Dağdelen, Diether Dehm, Heike Hänsel, Annette Groth und Ulla Jelpke, der Schauspieler Rolf Becker sowie die Edelfedern Ellen Rohlfs, Evelyn Hecht-Galinski und Gerhard Zwerenz. Sie alle prangern nicht nur an, dass die USA und die Nato den – unter Muammar al-Gaddafi überaus gerecht verteilten – »Reichtum Libyens geplündert« haben, sondern sie wissen auch, dass die Imperialisten bereits den nächsten zynischen und menschenverachtenden Coup planen: »Jetzt bereiten sie offen den Krieg gegen die strategisch wichtigen bzw. rohstoffreichen Länder Syrien und Iran vor, die eine eigenständige Politik verfolgen und sich ihrem Diktat nicht unterordnen.«</p>
<p>Ja, mehr noch: »Mit ständigen Kriegsdrohungen, dem Aufmarsch militärischer Kräfte an den Grenzen zu Iran und Syrien sowie mit Sabotage- und Terroraktionen von eingeschleusten ›Spezialeinheiten‹ halten die USA gemeinsam mit weiteren Nato-Staaten und Israel die beiden Länder in einem Ausnahmezustand, der sie zermürben soll.« Dazu bedienen sie sich übrigens ungezählter einheimischer Kollaborateure – die der aufrechte Genosse Jürgen Elsässer bereits im Sommer 2009 sehr zu Recht als »Discomiezen, Drogenjunkies und Strichjungen des Finanzkapitals« <a href="http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/06/15/gluckwunsch-ahmadinedschad/" target="_blank">bezeichnet</a> und denen er die Beförderung »in einen Darkroom« gewünscht hat —, die überdies dabei behilflich sein sollen, die Geschäfte des Militärisch-Industriellen Komplexes zu <a href="http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?p=402" target="_blank">befördern</a>: »Die inneren sozialen Konflikte sollen ethnisiert und zugespitzt, ein Bürgerkrieg entfacht werden, um einen Vorwand für die längst geplante militärische Intervention zu schaffen.«</p>
<p>Und wie immer gilt: Bei jeder Schweinerei ist die BRD dabei! Konkret: »An diesem Embargo gegen Iran und Syrien beteiligt sich auch ganz maßgeblich die deutsche Bundesregierung«, die deshalb, so fordern es der Pfaffenhofener Verein und seine Unterstützer mit allem Recht der Welt, unverzüglich dreierlei zu unternehmen habe: 1. bedingungslose und sofortige Aufhebung der Embargomaßnahmen gegen den Iran und Syrien; 2. keine Beteiligung an einem Krieg gegen diese Staaten sowie keine Erlaubnis zur Nutzung deutscher Einrichtungen für eine Aggression durch die USA und die Nato; 3. Einsatz auf internationaler Ebene für die Beendigung der Politik der Erpressung und Kriegsdrohung gegen den Iran und Syrien. Zwar gilt, was der Kamerad Elsässer unlängst in seinem Beitrag mit dem angenehm unzweideutigen Titel »Fuck USA!« <a href="http://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/01/05/fuck-usa/" target="_blank">verlautbaren ließ</a>: »Weitere Kriege werden kommen, weil der Imperialismus nicht ohne Kriege leben kann.« Aber: »Die Gegenkräfte sind mächtig, wenn sie sich nicht entwaffnen lassen. Mögen Syrien, Iran, Russland, Venezuela, Kuba und China das Pulver trocken halten. No paseran! Pasaremos!«</p>
<p>Derweil machen die Pfaffenhofener Appellanten und ihre Anhänger unmissverständlich <a href="http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?p=402" target="_blank">klar</a>: »Das iranische und [das] syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden.« Im Iran haben sie von diesem Recht bekanntlich bereits im Jahr 2009 Gebrauch gemacht und Mahmud Ahmadinedjad in fairen, demokratischen Wahlen mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt; in Syrien hätte Bashar al-Assad – daran kann selbstverständlich nicht der geringste Zweifel bestehen – ein ähnliches Ergebnis zu erwarten. Zudem – und auch das sei den Imperialisten ins Stammbuch geschrieben – verlangt es »die Erhaltung des Friedens, dass das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten konsequent eingehalten wird«. Das weiß man schließlich nirgendwo besser als in Deutschland, das von den Alliierten seinerzeit mit einem verheerenden Krieg überzogen wurde, als es seine inneren Angelegenheiten endzulösen versuchte.</p>
<p>In diesem Sinne: Schafft zwei, drei, viele Pfaffenhofens! Rot Front!</p>
<p><span style="font-size:85%;">Tipp zum Weiterlesen: <em>Letters from Rungholt, </em><a href="http://rungholt.wordpress.com/2012/01/10/wir-haben-den-schuldigen/" target="_blank">Wir haben den Schuldigen!</a></span></p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2012%2F01%2F11%2Fan-der-ilm%2F&amp;linkname=An%20der%20Ilm%2C%20da%20gibt%E2%80%99s%20koa%20S%C3%BCnd%E2%80%99!" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: An der Ilm, da gibt's koa Sünd'!" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
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		<title>Nice try, Verbraucherzentrale!</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 18:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[And now for something completely different, um es mit Monty Python zu sagen. Nach langem Zögern, reiflichem Überlegen und eingehender Beratung hatte ich Ende des vergangenen Jahres den Beschluss gefasst, mir eines dieser nahezu omnipotenten Wischtelefone zuzulegen, ohne die ja kaum noch ein mondäner Mensch das Haus verlässt. Ein Samsung Galaxy SII (i9100) sollte es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2107&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2108" title="" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2012/01/smartphone.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>And now for something completely different, um es mit Monty Python zu sagen. Nach langem Zögern, reiflichem Überlegen und eingehender Beratung hatte ich Ende des vergangenen Jahres den Beschluss gefasst, mir eines dieser nahezu omnipotenten Wischtelefone zuzulegen, ohne die ja kaum noch ein mondäner Mensch das Haus verlässt. Ein <em>Samsung Galaxy SII (i9100)</em> sollte es sein. Nun gehöre ich zu den Leuten, die neuen technischen Gerätschaften bevorzugt, wenn auch nicht ausschließlich, nach dem Prinzip »learning by doing« zuleibe rücken und vor allem daumendicke Gebrauchsanweisungen schätzen wie Fußballer einen Kreuzbandriss. Umso erfreuter war ich daher, als ich vom zweiten Radioprogramm des Westdeutschen Rundfunks darauf <a href="http://www.wdr2.de/service/quintessenz/tipps_und_trends152.html" target="_blank">aufmerksam</a> gemacht wurde, dass die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gegen eine Gebühr von schlappen fünf Euro (plus Versand) Kurzanleitungen für die gängigsten Smartphone-Modelle bereithält. Ein Blick auf die Website der nämlichen Einrichtung <a href="http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ132586681625669/link967671A.html" target="_blank">bestätigte</a> diesen Hinweis.</p>
<p>Also bestellte ich per E-Mail einen solchen kompakten Leitfaden unter Angabe der genauen Typbezeichnung meines Telefons – und staunte nicht schlecht, als ich statt der Broschüre eine <a href="http://twitpic.com/83yg54" target="_blank">Antwortmail</a> der Verbraucherzentrale erhielt, in der es hieß, man führe »die Kurzanleitung für Ihr Handy nicht«, denn »Ihr Handymodell ist noch nicht analysiert worden«. War das schon einigermaßen verwunderlich angesichts der Tatsache, dass das besagte <em>Samsung</em>-Smartphone nicht erst gestern auf den Markt geworfen worden war und darüber hinaus allenthalben glänzende Kritiken erhalten hatte, so stieg die Zahl meiner Stirnfalten noch, als ich die folgenden Zeilen las: »Wir können Ihnen lediglich vorschlagen, dass Sie Ihr Handy zusammen mit der Gebrauchsanweisung, Aufladevorrichtung und PIN-Nr. als Päckchen an die unten angegebene Adresse schicken. <em>Telecomputer marketing</em> wird sich bemühen, das Handy schnellstens zu analysieren und eine neue Kurzanleitung zu erstellen. Handy und die neue Kurzanleitung werden schnellstens zurückgeschickt. Als Dankeschön erhalten Sie die Kurzanleitung gratis.«</p>
<p>Ein grandioser Vorschlag, ungefähr so brillant wie <a href="https://twitter.com/#%21/tommes04/statuses/155324778859872259" target="_blank">die Idee</a>, einem von meiner Bank beauftragten externen Unternehmen sämtliche relevanten Unterlagen inklusive der Geheimzahl zukommen zu lassen, sollte ich einmal ein Problem mit dem Online-Banking haben. Datenschutz ist schließlich was für Weicheier! Außerdem: Wer würde nicht gerne die Firma <em>Telecomputer marketing</em> mit Sitz in Essen darin unterstützen, für die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. kleine Manuals anzufertigen, und dabei noch tagelang auf sein neues Smartphone verzichten? Zumal »als Dankeschön« ein veritabler Gewinn herausspränge: Der Versand per DHL-Paket – ein Päckchen käme, weil unversichert, nicht in Frage – kostet 4,90 Euro; das würde bei einer Gebühr von fünf Euro für die Kurzanleitung plus einem Euro für den Versand immerhin zu einer Marge von einem Euro und zehn Cent führen. Und man hätte auch noch einen echten Beitrag zum virtuellen Gemeinwohl geleistet. Wer könnte da widerstehen?</p>
<p>Die Antwort: Ich. Fuck you, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.! Da will man einmal eure Dienste in Anspruch nehmen, und dann das. Ich wünsche euch von Herzen das gleiche Schicksal wie dem Stuttgarter Hauptbahnhof, aber wahrscheinlich züchtet ihr im Foyer ein paar Juchtenkäfer, um das zu verhindern. Allerdings könnt ihr alles wiedergutmachen: Schickt mir einfach per Postkarte die Zugangsdaten für eure Website, dann lösche ich die oben erwähnte <a href="http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ132586681625669/link967671A.html" target="_blank">Pressemitteilung</a>. Als Dankeschön erhaltet ihr das Passwort gratis zurück, und zwar über mein Wischtelefon, das ich mir inzwischen untertan gemacht habe. Da nich’ für!</p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2012%2F01%2F06%2Fnice-try-verbraucherzentrale%2F&amp;linkname=Nice%20try%2C%20Verbraucherzentrale!" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Nice try, Verbraucherzentrale!" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
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		<title>Recht und Gerechtigkeit</title>
		<link>http://lizaswelt.net/2011/12/22/recht-und-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 14:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Ajax Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[AZ Alkmaar]]></category>
		<category><![CDATA[Esteban Alvarado]]></category>
		<category><![CDATA[Schiedsrichter]]></category>

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		<description><![CDATA[Es waren heftige Szenen, die sich am Mittwochabend beim Pokalspiel zwischen den beiden niederländischen Erstligisten Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar zutrugen: 36 Minuten waren gespielt, als ein offenbar nahkampferprobter (zumindest aber -bereiter) Zuschauer auf den Platz lief und Alkmaars Torwart Esteban Alvarado im Sprung attackierte. Der Keeper der Gäste hatte den kahlrasierten Mann allerdings in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2092&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2094" title="Esteban Alvarado, der Torwart des AZ Alkmaar, wehrt den Angriff eines Hooligans ab und sieht dafür trotzdem die Rote Karte. Amsterdam, 21. Dezember 2011." src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/12/alkmaar1.jpg?w=500&#038;h=402" alt="" width="500" height="402" /></p>
<p>Es waren <a title="Zum ›YouTube‹-Video »Spielabbruch in Amsterdam«" href="http://www.youtube.com/watch?v=Sqf8iZNZuFs" target="_blank">heftige Szenen</a>, die sich am Mittwochabend beim Pokalspiel zwischen den beiden niederländischen Erstligisten Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar zutrugen: 36 Minuten waren gespielt, als ein offenbar nahkampferprobter (zumindest aber -bereiter) Zuschauer auf den Platz lief und Alkmaars Torwart Esteban Alvarado im Sprung attackierte. Der Keeper der Gäste hatte den kahlrasierten Mann allerdings in letzter Sekunde bemerkt und schaffte es, dessen Angriff – ebenfalls im Sprung – abzuwehren (Foto oben). Der Angreifer ging daraufhin zu Boden und kassierte dort zwei weitere Fußtritte von Alvarado, bevor er von mehreren Platzordnern dingfest gemacht wurde. Schiedsrichter Bas Nijhuis stellte den Alkmaarer Torhüter mit der Roten Karte vom Platz, was geharnischte Proteste durch die Gastmannschaft zur Folge hatte und deren Trainer Gertjan Verbeek veranlasste, sein Team vom Feld zu holen und in die Kabine zu schicken. Die Partie wurde vom Referee schließlich notgedrungen abgebrochen.</p>
<p>Hernach gab es viel Verständnis für den Schlussmann des AZ Alkmaar, auch von Seiten der Gastgeber. »Ich habe gesehen, dass Esteban attackiert wurde und sich verteidigt hat«, <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,805262,00.html" target="_blank">sagte</a> beispielsweise Ajax-Coach Frank de Boer, der es allerdings ernsthaft für nötig hielt, seine Ansicht vor allem mit der Herkunft des Torwarts zu begründen: »Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, aber ich kann ihn mit seinem südamerikanischen Temperament verstehen.« Der Amsterdamer Finanzdirektor Jeroen Slop entschuldigte sich bei den Gästen, und der sportliche Leiter des Klubs, Danny Blind, meinte: »Was für ein Wahnsinn! Das ist ein Drama und ein historischer Tiefpunkt für Ajax.« Der frühere niederländische Fifa-Schiedsrichter Mario van der Ende hielt den Platzverweis für Esteban Alvarado dennoch für berechtigt: »Regel 12 ist ganz eindeutig«, <a href="http://sportbild.bild.de/SPORT/fussball/international/2011/12/22/ajax-amsterdam-alkmaar-spielabbruch/torwart-tritt-fan-brutal.html" target="_blank">sagte er</a> der Tageszeitung <em>De Telegraaf</em>. »Wenn ein Spieler sich einer Gewalthandlung auf dem Platz oder gegen einen Zuschauer oder Offiziellen schuldig macht, ist er mit der Roten Karte zu bestrafen. Spielregeltechnisch hat Nijhuis richtig entschieden.«</p>
<p>In der Tat hatte der Unparteiische keine andere Wahl, denn in den Fußballregeln heißt es (<a title="Fußballregeln, deutsche Fassung (PDF-Datei)" href="http://www.dfb.de/fileadmin/user_upload/2011/08/DFB_Umbr_Fussballregeln_2011_2012_low_01.pdf" target="_blank">deutsche Fassung</a>, Seite 90): »Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselte Spieler, die eine Tätlichkeit begehen, werden des Feldes verwiesen« sowie »Als Tätlichkeit gelten auch übertriebene Härte oder Gewalt gegen eigene Mitspieler, Zuschauer, Spieloffizielle oder sonstige Personen«. Ein Recht auf Selbstverteidigung kennen die Regeln nicht; daher ist auch ein Spieler, der sich tätlich gegen eine Attacke zur Wehr setzt – gleichgültig, ob sie von einem anderen Spieler, einem Funktionär, einem Zuschauer oder gar <a href="http://www.reviersport.de/177123---taetlichkeit-gegen-spieler-72-jaehriger-schiedsrichter.html" target="_blank">vom Schiedsrichter</a> ausgegangen ist –, vom Feld zu stellen. Lediglich bei der Länge der Sperre nach einem solchen Platzverweis wird von den zuständigen Instanzen berücksichtigt, ob der betreffende Spieler zuvor provoziert oder gar angegriffen wurde. Auf dem Rasen hingegen gibt es für den Referee keinen Handlungsspielraum: Wer schlägt, tritt oder spuckt, bekommt zwingend die Rote Karte – unabhängig davon, ob er selbst der Aggressor gewesen ist oder sich lediglich verteidigt hat.</p>
<p>Hier mag ein Dilemma vorliegen, eines, das den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit berührt: Wer würde Esteban Alvarado die moralische Legitimation absprechen wollen, den Versuch der Körperverletzung zu unterbinden und den Hooligan unschädlich zu machen? Insofern ist der empörte Protest der Alkmaarer gegen die Rote Karte für ihren angegriffenen Mitspieler zunächst einmal verständlich. Dennoch spricht viel dafür, die Ermessensspanne des Schiedsrichters in solchen Fällen extrem gering zu halten. Denn es würde ihn zwangsläufig überfordern, müsste er – und das auch noch innerhalb weniger Sekunden – unwiderruflich entscheiden, ob tatsächlich eine gerechtfertigte Selbstverteidigung vorliegt, ob sich die Wahl der Mittel als dem Zweck gegenüber angemessen bezeichnen lässt und ob das Handeln des jeweiligen Spielers alternativlos ist. Die beiden letztgenannten Punkte dürften in Bezug auf das Vorgehen von Alvarado übrigens fraglich sein – denn dass es noch zweier vehementer Tritte gegen den bereits am Boden liegenden Mann bedurfte, um diesen außer Gefecht zu setzen, kann man zumindest bezweifeln.</p>
<p>Zudem mögen sich all diejenigen, die sich nun in populistischer Manier darüber <a href="http://sportbild.bild.de/SPORT/meine-meinung/matthias-bruegelmann/2011/12/22/rot-fuer-den-alkmaar-torwart/das-ist-doch-schwachsinn.html" target="_blank">echauffieren</a>, dass der Alkmaarer Torhüter vom Platz geflogen ist, einmal vergegenwärtigen, was wohl geschähe, gestünde man Spielern in – vermeintlich oder tatsächlich begründeten – Ausnahmefällen ein Faustrecht zu: Die Zahl der Ausschreitungen – vor allem in den unteren Spielklassen – würde mit großer Wahrscheinlichkeit sprunghaft ansteigen, wenn sich jeder Spieler, der angegriffen wird (oder sich auch nur angegriffen fühlt), legitimiert sähe, mit gleicher Münze zurückzuzahlen, ohne einen Platzverweis befürchten zu müssen. Denn mit absoluter Sicherheit fänden sich sofort Dritte – seien es Spieler, Trainer, Betreuer oder Zuschauer –, die den Zwist zu einer veritablen Massenkeilerei eskalieren würden. Dass es dazu, gemessen an der großen Zahl der wöchentlich stattfindenden Spiele, noch immer eher selten kommt, dürfte entscheidend damit zusammenhängen, dass auch eine zur Selbstverteidigung begangene Tätlichkeit mit einer Roten Karte geahndet wird. Auf den ersten Blick mag das dem Gerechtigkeitsempfinden widersprechen, auf den zweiten ist es eine Deeskalationsmaßnahme.</p>
<p>Hätte Esteban Alvarado die Attacke des Zuschauers also einfach über sich ergehen lassen sollen? Nein – und trotzdem war der Feldverweis gegen ihn aus den genannten Gründen so unausweichlich wie richtig. Andernfalls wäre ein Präzedenzfall geschaffen worden, der kaum zu kontrollierende Folgen hätte, und bei der Länge der Sperre wird das zuständige Sportgericht ohnehin berücksichtigen, dass der Keeper zuvor angegangen wurde. Bedenklich ist deshalb in diesem Zusammenhang die Entscheidung des Alkmaarer Trainers, eigenmächtig einen Spielabbruch herbeizuführen: Eine solche Konsequenz steht alleine dem Unparteiischen zu, der nicht nur die Einhaltung der Spielregeln zu überwachen (und gegebenenfalls die vorgesehenen Sanktionen zu verhängen), sondern auch zu entscheiden hat, ob die Fortführung einer Partie nach einem Zwischenfall wie jenem am Mittwochabend gefahrlos möglich ist. Vom Coach einer Profimannschaft sollte man erwarten können, dass er dies akzeptiert, auch in heiklen Situationen besonnen handelt und nicht überreagiert, wie es Gertjan Verbeek getan hat.</p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/562378/artikel_rote-karte-fuer-attackierten-esteban-gestrichen.html" target="_blank">Medienberichten</a> zufolge hat der niederländische Fußballverband (KNVB) heute die Rote Karte für Esteban Alvarado gestrichen. Dem Torwart wurde zugute gehalten, er sei »hinterrücks überfallen worden« und habe den Angreifer deshalb nicht sehen können, weshalb sein Vorgehen »nicht zwingend mit einem Platzverweis hätte bestraft werden müssen«. So bemerkenswert die Annullierung dieses Platzverweises als solche sicherlich ist, so fragwürdig ist die Begründung dafür – schließlich wird damit die Autorität des Schiedsrichters untergraben, der sich völlig regelkonform verhalten hat. Und man kann von ihm, wie oben bereits ausgeführt, schlicht und ergreifend nicht verlangen, binnen weniger Sekunden (und unter großem Stress) zu entscheiden, wann eine Selbstverteidigung gegeben ist und wie weit sie gehen darf. Genau das aber scheint der KNVB zu erwarten. Man darf gespannt sein, wie die niederländischen Schiedsrichter darauf reagieren werden – und darüber hinaus die FIFA, die unter Androhung von Strafen gegen den jeweiligen Nationalverband darauf pocht, dass nach Platzverweisen (auch nach zweifelhaften) wenigstens die Mindestsperre von einem Spiel verhängt wird.</p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2011%2F12%2F22%2Frecht-und-gerechtigkeit%2F&amp;linkname=Recht%20und%20Gerechtigkeit" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Recht und Gerechtigkeit" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
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		<title>Warum Newt Gingrich Recht hat</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Palästinenser]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt in Deutschland ein ungeschriebenes Gesetz, wonach kein Artikel über den Nahen Osten erscheinen sollte, der nicht die angebliche Seelenlage »der Palästinenser« berücksichtigt (was ja nie etwas anderes als eine bloße Spekulation und unsinnige Verallgemeinerung sein kann). Sie sind immer »frustriert«, »enttäuscht«, geplagt von »Befürchtungen« und »Zweifeln«. Ihr »Vertrauen« in »Europa«, die USA, »den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2080&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone  wp-image-2084" title="»Palästina ist ein geografisches Gebiet, keine Nationalität« (Eli E. Hertz)" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/12/palestinians1.jpg?w=500&#038;h=387" alt="" width="500" height="387" /><a href="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/12/palestinians.jpg"><br />
</a>Es gibt in Deutschland ein ungeschriebenes Gesetz, wonach kein Artikel über den Nahen Osten erscheinen sollte, der nicht die angebliche Seelenlage »der Palästinenser« berücksichtigt (was ja nie etwas anderes als eine bloße Spekulation und unsinnige Verallgemeinerung sein kann). Sie sind immer »frustriert«, »enttäuscht«, geplagt von »Befürchtungen« und »Zweifeln«. Ihr »Vertrauen« in »Europa«, die USA, »den Westen« und all »die Hoffnungen«, die sie angeblich in den »Friedensprozess« setzen, müssten dringend repariert werden, heißt es immer wieder. Interessanterweise wird solches niemals von Israelis gesagt. Haben die keine Hoffnungen, Befürchtungen und Zweifel? Jetzt also sind die Palästinenser mal wieder »bestürzt«, wie alle Zeitungen gleichlautend melden. Warum? Weil Newt Gingrich, der sich darum bewirbt, der Kandidat der Republikaner für das Amt des US-Präsidenten zu werden, die Palästinenser als »erfundenes Volk« <a href="http://www.washingtonpost.com/national/day-after-calling-palestinians-an-invented-people-gingrich-reaffirms-support-for-statehood/2011/12/10/gIQAmoe2kO_story.html" target="_blank">bezeichnet hat</a>. Sie seien tatsächlich Araber, so Gingrich, »und historisch Teil der arabischen Gemeinschaft«.</p>
<p>Was ist falsch an dieser Aussage? Nichts – außer, dass durch sie ein allgemein verbreitetes Glaubensbekenntnis in Frage gestellt wird. Da ist es nicht überraschend, dass in den Anti-Gingrich-Artikeln und -Kommentaren keine Gegenargumente vorgebracht werden, sondern – abgesehen von Berichten über die angebliche »Bestürzung« in Gaza und Ramallah – vor allem Ad-hominem-Angriffe (in nur zwei Artikeln über Gingrichs Äußerungen nannte die <em>Süddeutsche Zeitung</em> ihn insgesamt dreimal ein »Raubein«).</p>
<p>Wenden wir uns den wenigen zu, die versuchen (oder vorgeben), sich mit den Fakten zu beschäftigen. Da ist etwa <a href="http://gulfnews.com/opinions/columnists/pandering-to-the-jewish-lobby-1.951233" target="_blank">George S. Hishmeh</a>, ein Kolumnist der englischsprachigen arabischen Internetpublikation <em>Gulf News</em>, der einen ägyptischen Professor kennt, welcher sich daran »erinnert«, dass eine »bekannte historische Publikation« die Gründung Palästinas einmal auf das Jahr 3000 oder 2500 vor unserer Zeitrechnung datiert habe. Wer traute sich da zu widersprechen? Auf Resonanz bei einem liberalen Publikum spekuliert offenbar ein auf derselben Website erschienener <a href="http://gulfnews.com/opinions/editorials/gingrich-s-views-reveal-his-ignorance-1.948946" target="_blank">Beitrag</a>, in dem es heißt, <em>alle </em>Nationen seien erfunden, die amerikanische auch. Der Gegensatz zwischen beiden Argumenten könnte nicht größer sein: Im einen Fall wird die Messlatte für die Legitimierung nationaler Bestrebungen extrem hoch gehängt (ein paar tausend Jahre Geschichte sollte man schon vorweisen können), im anderen extrem niedrig (ist doch sowieso alles egal). Für einen der beiden Standpunkte sollten sich die Fürsprecher des »palästinensischen Volkes« einmal entscheiden. Wollen sie pragmatisch sein, auf angebliche Traditionen und jegliches nationalistische Gedöns verzichten? Dann könnte der Nahostkonflikt schon morgen in Verhandlungen beendet werden.</p>
<p>Oder beharren sie auf ihrer Blut-und-Boden-Argumentation samt jahrtausendelanger Geschichte des »palästinensischen Volkes« und der exklusiven Reklamation ganz Palästinas für die Araber? In diesem Fall müssen sie damit leben, dass andere Menschen ihre falschen Argumente unter die Lupe nehmen und ihnen widersprechen. Newt Gingrich hat das nun an prominenter Stelle getan und ist mit seiner Meinung nicht allein. »Palästina ist ein geografisches Gebiet, keine Nationalität«, sagt auch der in New York lebende Wissenschaftler, Unternehmer und Publizist Eli E. Hertz. Einen aufschlussreichen Ausschnitt aus seinem im Januar 2009 auf seiner Website <em><a href="http://www.mythsandfacts.com/" target="_blank">Myths and Facts</a></em> veröffentlichten <a href="http://www.mythsandfacts.org/Conflict/7/palestinians.pdf" target="_blank">Essay »Palestinians«</a> hat Stefan Frank für <em>Lizas Welt </em>mit freundlicher Genehmigung des Autors erstmals ins Deutsche übersetzt.<br />
<em><br />
</em><br />
<span style="color:#000066;"><strong>VON ELI E. HERTZ</strong></span><br />
<em><br />
</em><br />
Die Araber erfanden in den 1960er Jahren eine besondere nationale Identität namens Palästinenser, eigens um des politischen Vorteils willen. Sie brandmarken Israelis als Invasoren und behaupten, das Palästina genannte geografische Gebiet gehöre exklusiv den Arabern. Dabei ist das Wort »Palästina« noch nicht einmal ein arabisches. Es ist vielmehr eines, das um das Jahr 135 unserer Zeitrechnung von den Römern geprägt wurde, in Anlehnung an den Namen eines seefahrenden ägäischen Volkes, das in der Antike an der Küste von Kanaan siedelte – die Philister. Das Wort wurde gewählt, um den Namen Judäa zu ersetzen, als Zeichen dafür, dass die jüdische Souveränität im Zuge der jüdischen Revolten gegen Rom ausgelöscht wurde.</p>
<p>Im Laufe der Zeit wurde der lateinische Name Philistia zu <em>Palistina</em> oder Palästina verballhornt. Während der folgenden 2.000 Jahre war Palästina niemals ein unabhängiger Staat, der irgendeinem Volk gehört hätte, noch tauchte während der 1.300jährigen muslimischen Hegemonie unter arabischer und osmanischer Herrschaft in Palästina ein palästinensisches Volk auf, das sich von anderen Arabern unterschieden hätte.</p>
<p>Palästina war und ist ausschließlich eine geografische Bezeichnung. Darum ist es nicht überraschend, dass das Wort »Palästinenser« in der Neuzeit zur Bezeichnung aller Einwohner – jüdischer wie arabischer – des Gebietes zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan benutzt wurde. Tatsächlich bevorzugten es die meisten Araber in Palästina vor den 1960er Jahren, sich lediglich als Teil der großen arabischen Nation oder als Bürger »Südsyriens« zu identifizieren.</p>
<p>Des Begriffs »Palästinenser« bemächtigten sich die Araber in den 1960er Jahren; es war eine von Yassir Arafat initiierte Taktik, um die Juden als Eindringlinge in anderer Leute Garten zu brandmarken. Arafat stellte die arabischen Bewohner Israels, des Gazastreifens und des Westjordanlandes als indigene Einwohner seit Urzeiten dar. Diese erdichtete Nationalität erlaubte es den palästinensischen Arabern, als eine Nation, die einen unabhängigen Staat verdiene, mit den Juden Parität zu erlangen.</p>
<p>In einem Interview, das Zahir Musein, ein Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, im März 1977 der holländischen Zeitung <em>Trouw</em> gab, gab er zu: »Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes – weil das arabische Interesse es erfordert, dass wir die Existenz eines unterscheidbaren palästinensischen Volkes postulieren, um es dem Zionismus entgegenzustellen.«</p>
<p>Unzählige offizielle Dokumente aus der Zeit des britischen Mandats sprechen von »den Juden« und »den Arabern« Palästinas – nicht von »Juden und Palästinensern«. Ironischerweise wurde das Wort »Palästina« – bevor die ortsansässigen Juden 1948 anfingen, sich als »Israelis« zu bezeichnen (der Name »Israel« wurde damals für den neu geschaffenen jüdischen Staat gewählt) – fast ausschließlich im Hinblick auf Juden und die von jüdischen Immigranten im frühen 20. Jahrhundert vor der Unabhängigkeit geschaffenen Institutionen benutzt.</p>
<p>Einige Beispiele:</p>
<ul>
<li>Die 1932 gegründete <em>Jerusalem Post</em> nannte sich bis 1948 <em>Palestine Post</em>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die <em>Bank Leumi L’Israel </em>nannte sich <em>Anglo-Palestine Bank</em>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die <em>Jewish Agency </em>– ein Arm der zionistischen Bewegung, der sich seit 1929 für die jüdische Besiedlung engagierte – nannte sich <em>Jewish Agency for Palestine</em>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Zeitung des amerikanischen Zionismus in den 1930er Jahren hieß <em>New Palestine</em>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das heutige Israel Philharmonic Orchestra, gegründet 1936 von deutschen Juden, die aus Nazideutschland geflohen waren, nannte sich <em>Palestine Symphony Orchestra</em>. [...]</li>
</ul>
<p>Ermutigt von ihrem Erfolg beim historischen Revisionismus und bei der Gehirnwäsche der Welt mit der »großen Lüge« von der Existenz eines palästinensischen Volkes, haben die palästinensischen Araber in jüngster Zeit angefangen zu erzählen, sie seien Nachfahren der Philister und sogar der steinzeitlichen Kanaaniter. Auf der Basis dieses Mythos können sie behaupten, sie seien den Juden zweimal zum Opfer gefallen: erst den Israeliten bei der Eroberung Kanaans, dann den Israelis der Neuzeit – ein totales Märchen. Archäologen zufolge waren die Philister ein Mittelmeervolk, das um das Jahr 1100 vor unserer Zeit entlang der Küste Kanaans siedelte. Es hatte keine Verbindung zur arabischen Nation, einem Wüstenvolk, das von der Arabischen Halbinsel stammt.</p>
<p>Und als ob dieses Märchen noch nicht genug wäre, behauptete Arafat, die palästinensischen Araber seien »Nachfahren der Jebusiten«, die vertrieben worden seien, als König David Jerusalem eroberte. Arafat behauptete auch: »Abraham war ein Iraker.« An einem Heiligabend verkündete er, dass »Jesus ein Palästinenser« gewesen sei. Eine groteske Behauptung, die die Worte von Hanan Ashrawi, einer arabischen Christin, wiederholte, die in einem Interview am Rande der Madrider Konferenz 1991 gesagt hatte: »Jesus Christus wurde in meinem Land geboren« und behauptete, sie sei »Nachfahre der ersten Christen« – Jünger, die das Evangelium rund um Bethlehem verbreiteten, gut 600 Jahre vor der arabischen Eroberung. Wenn ihre Behauptung wahr wäre, wäre das gleichbedeutend mit dem Bekenntnis, dass sie eine Jüdin ist!</p>
<p>Die Widersprüche sind also offensichtlich. Palästinensische Führer behaupten, die Nachfahren der Kanaaniter, der Philister, der Jebusiten und der ersten Christen zu sein; sie kooptieren Jesus und ignorieren seine Zugehörigkeit zum Judentum, während sie gleichzeitig behaupten, die Juden seien kein Volk und hätten niemals die Heiligen Tempel in Jerusalem errichtet. [...]</p>
<p>Nur zweimal in seiner Geschichte diente Jerusalem als nationale Hauptstadt: Zum ersten Mal, als es die Hauptstadt des jüdischen Gemeinwesens während der Perioden des Ersten und des Zweiten Tempels war, wie es in der Bibel beschrieben ist und von archäologischen Belegen sowie zahlreichen antiken Dokumenten bekräftigt wird. Das zweite Mal in der Neuzeit als Hauptstadt des Staates Israel. Es war nie eine arabische Hauptstadt, aus dem einfachen Grund, weil es nie einen arabischen palästinensischen Staat gab.</p>
<p>Die im Namen der Palästinenser vorgebrachte Rhetorik arabischer Führer klingt unglaubwürdig, denn die Araber in den Nachbarländern, die 99,9 Prozent des Landes im Nahen Osten kontrollieren, haben nie eine palästinensische Entität anerkannt. Sie haben Palästina und seine Bewohner immer als Teil der großen »arabischen Nation« betrachtet, historisch und politisch als einen wesentlichen Bestandteil von Groß-Syrien – <em>Suriyya al-Kubra</em> –, eine Bezeichnung, die beide Seiten des Jordans umfasst. In den 1950er Jahren hat Jordanien die Westbank einfach annektiert, da ihre Bevölkerung als die Brüder der Jordanier galt. [...]</p>
<p>Die Araber gründeten keinen palästinensischen Staat, als die UN einen Teilungsplan vorlegte, der einen jüdischen und einen arabischen (und nicht etwa einen palästinensischen) Staat zum Ziel hatte. Auch während der zwei Jahrzehnte vor dem Sechstagekrieg, als die Westbank unter jordanischer und der Gazastreifen unter ägyptischer Kontrolle waren, haben die Araber keinen palästinensischen Staat anerkannt oder gegründet – noch haben die Palästinenser in dieser Zeit nach Autonomie oder Unabhängigkeit gerufen.</p>
<p>1937 – also lange vor der Entscheidung von 1967, ein »Palästinenser« genanntes neues arabisches Volk zu schaffen –, als das Wort »palästinensisch« noch mit jüdischen Unternehmungen assoziiert wurde, sagte Auuni Bey Abdul-Hadi, ein örtlicher arabischer Anführer vor einem britischen Untersuchungsausschuss, der Peel Commission, aus: »Es gibt kein solches Land [Palästina]! Palästina ist ein Begriff, den die Zionisten erfunden haben! In der Bibel gibt es kein Palästina. Unser Land war über Jahrhunderte hinweg ein Teil Syriens.« Der arabische Historiker Philip Hitti sagte 1946 vor dem Anglo-American Committee of Inquiry, welches ebenfalls als Untersuchungsausschuss fungierte: »So etwas wie Palästina existiert in der [Arabischen] Geschichte nicht, absolut nicht.« [...]</p>
<p>Es gibt bereits einen palästinensischen Staat und ein palästinensisches Volk, in allen Aspekten mit Ausnahme des Namens: Über 70 Prozent aller Jordanier sind palästinensische Araber. Den Briten wurde 1920 ein Mandat über Palästina übertragen, um die Balfour-Deklaration von 1917 umzusetzen, die »die Errichtung einer jüdischen Heimstatt in Palästina« forderte – ein geografischer Begriff, der das westliche Palästina (das heutige Israel und die Westbank) und Ostpalästina (das heutige Jordanien) umfasste. 1923 wurde Ostpalästina, das 77 Prozent des Mandatsgebietes ausmachte, herausgeschnitten, um die Araber zu beschwichtigen, die sich der Idee einer Rückkehr der Juden in ihr altes jüdisches Heimatland widersetzten.</p>
<p>Dieser Teil wurde ein separates Mandat, und im Jahr 1946 wurde Ostpalästina das Haschemitische Königreich Transjordanien (das später in »Jordanien« umbenannt wurde, nachdem die Jordanier die Westbank besetzt hatten) – ein Land, das heute in jeder Hinsicht außer dem Namen nach ein palästinensischer Staat ist, herausgearbeitet aus dem Mandatsgebiet Palästina. 70 Prozent der Jordanier sind palästinensische Araber, und Palästinenser besetzen Schlüsselpositionen in der jordanischen Regierung und Wirtschaft. Sogar die Königin – Rania, die Frau König Abdullahs des Zweiten – ist Palästinenserin. Die übrigen 30 Prozent der jordanischen Bevölkerung sind Beduinen, die von der Arabischen Halbinsel stammen, die aus Mekka stammende jordanische Königsfamilie inbegriffen.</p>
<p>Doch die Araber sind nicht zufrieden mit einer palästinensischen politischen Entität namens Jordanien, in der sie die unangefochtene Mehrheit stellen und die politische Maschinerie und das Territorium für Selbstbestimmung haben. Stattdessen wollen sie einen weiteren Staat, denn 21 arabische Staaten sind nicht genug – und ein jüdischer Staat ist einer zu viel.</p>
<p><span style="font-size:85%;">Eine niederländische Übersetzung dieses Beitrags findet sich auf dem Weblog <em>E.J. Bron</em>: <a title="E.J. Bron: Waarom Newt Gingrich gelijk heeft" href="http://ejbron.wordpress.com/2011/12/22/waarom-newt-gingrich-gelijk-heeft/" target="_blank">Waarom Newt Gingrich gelijk heeft</a>.</span></p>
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			<media:title type="html">»Palästina ist ein geografisches Gebiet, keine Nationalität« (Eli E. Hertz)</media:title>
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		<title>Nachsicht mit dem Schläger</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 20:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Milde Strafe für einen antisemitischen Aktivisten: Am 8. November wurde in Hamburg das Urteil in einem Fall gesprochen, der in Verbindung zu der politisch motivierten Blockade eines Kinofilms steht, die vor zwei Jahren international für Aufsehen gesorgt hatte. VON STEFAN FRANK UND HEINER KORDEWINER Am 25. Oktober 2009 hatte eine Gruppe von Hooligans aus dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2066&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-2067" title="Das »B5« genannte »Internationale Zentrum« in der Hamburger Brigittenstraße 5" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/11/b5.jpg?w=500&#038;h=395" alt="" width="500" height="395" /></strong></p>
<p><strong>Milde Strafe für einen antisemitischen Aktivisten: Am 8. November wurde in Hamburg das Urteil in einem Fall gesprochen, der in Verbindung zu der politisch motivierten Blockade eines Kinofilms steht, die vor zwei Jahren international für Aufsehen gesorgt hatte.</strong><br />
<strong> <em><br />
</em></strong><br />
<span style="color:#000066;"><strong>VON STEFAN FRANK UND HEINER KORDEWINER</strong></span><br />
<em><br />
</em><br />
Am 25. Oktober 2009 hatte eine Gruppe von Hooligans aus dem antisemitischen Spektrum der linken Szene Hamburgs gewaltsam die Vorführung von Claude Lanzmanns Film »Warum Israel« <a href="http://www.redok.de/content/view/1519/36/" target="_blank">verhindert</a>. Militante Israelhasser hatten sich vor dem Eingang des Kinos aufgebaut, Personen, die den Film sehen wollten, den Zugang zum Kino verstellt und sie unter anderem als »Judenschweine« und »Schwuchteln« beschimpft. Mehrere Besucher wurden durch Faustschläge verletzt. Damit auch der Dümmste die antiisraelische Absicht erkennt, baute die Rotte eine Kulisse auf, die einen »israelischen Checkpoint« <a href="http://www.b-movie.de/info/stellungnahme.php3" target="_blank">darstellen</a> sollte.</p>
<p>Dass die Veranstalter trotz der von den Blockierern verübten Straftaten nicht die Polizei riefen, könnte nach Ansicht vieler Beobachter ideologische und andere obskure Gründe haben: Sowohl die Randalierer als auch die Betreiber des Kinos <em>B-Movie</em>, die den Film zeigen wollten, rechnen sich der politischen Linken zu. Sie arbeiten Tür an Tür und teilen sich einen heiligen Ort: In einem Teil der Brigittenstraße 5 in Hamburg befindet sich das Kino, das von linksalternativen Filmfreunden betrieben wird. In einem anderen (Foto oben) sind die »B5« genannten Versammlungsräume, in denen sich linke Antisemiten, Verschwörungstheoretiker und Anhänger völkischer Bewegungen treffen, um gegen den »Imperialismus« zu wettern. Die Toiletten des Hauses müssen linke Filmfreunde und linke Judenhasser gemeinsam benutzen.</p>
<p>Was die <em>ideologischen</em> Defäkationen der »B5« betrifft, so hat inzwischen auch die Hamburger NPD sie gerochen: Kurz nach dem Vorfall vor dem Kino unterbreitete sie den Linksnazis ein <a href="http://www.npd-hamburg.de/aktuelles/nachrichten/diskussionsangebot-10082010_944.html" target="_blank">Kooperationsangebot</a>, unter Hinweis auf die »vielen Gemeinsamkeiten mit dem weltanschaulichen Fundament der NPD«. Als Beispiele nannte sie den »geistigen Widerstand gegen den Kapitalismus, gegen die Ausbeutung sozial benachteiligter Angehöriger unseres Volkes sowie de[n] Kampf gegen politische Repression, internationale Kriege der USA und die Zersetzung der geistigen und kulturellen Substanz unseres Volkes«.</p>
<p>Vor der Verhinderung des Lanzmann-Films waren Personen aus der »B5« bereits <a href="http://b-g-h-u.blogspot.com/2009/11/antisemitische-schlager-unmoglich.html" target="_blank">häufiger</a> durch antisemitische Aktionen und den Einsatz von Gewalt zur Beschränkung der Meinungsfreiheit aufgefallen: 2002 überfielen sie den Hamburger Radiosender FSK; mindestens dreimal attackierten sie in den letzten Jahren pro-israelische Demonstrationen und warfen Flaschen; im Januar 2009 organisierten sie eine Unterstützungsveranstaltung für die Hamas auf dem Jungfernstieg (im Verbund mit Linkspartei und Islamisten).</p>
<p>Bei der Kinoblockade im Oktober 2009 erhielt die »B5« Verstärkung von Gernot H., einem einer militanten „Tierrechtsbewegung“ angehörenden Boxer und Kampfsportler. Dieser musste sich nun vor Gericht verantworten, weil ein Mann, der vor dem Kino von ihm geschlagen und später noch einmal von ihm überfallen und bedroht worden war, Anzeige erstattet hatte. Im Gespräch mit <em>Lizas Welt </em>beschreibt H.s Opfer, wie er und ein Bekannter attackiert wurden:</p>
<blockquote><p>Bei der Kinoblockade bauten sich mehrere Leute vor uns Gästen auf, darunter Gernot H., der mit Zahnschutz und schweren Lederhandschuhen offensichtlich auf körperliche Auseinandersetzung vorbereitet war. H. schlug dann auch unmittelbar zu, und zwar erst meinem Begleiter A., dann mir gezielt ins Gesicht, immerhin so stark, dass ich zurücktaumelte und A.s Auge angeschwollen war. Ich bin dann gegangen und habe die Polizei gerufen, die nach einer Zeit kam, das (inzwischen beruhigte) Geschehen aus der Ferne beobachtete und dann schnell wieder ging. Fünf Tage späte traf ich H. beim Aussteigen an der U-Bahn Feldstraße wieder. Er fixierte mich auf dem Weg zur Ausstiegstreppe; als er schließlich direkt vor mir stand, sagte ich: ›Wenn hier irgendwas passiert, zeige ich dich an.‹ Daraufhin sagte H. ›Du hast mich bedroht‹ und schlug mir wieder unvermittelt ins Gesicht. Beim Gehen rief er mir noch zu: ›Du kommst hier öfter längs, du bist dran.‹</p></blockquote>
<p>Eine weitere Begegnung mit H. fand in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2010 in einer zu dieser Zeit wenig belebten Straße statt:</p>
<blockquote><p>Diesmal drohte er: ›Wenn ich wegen dir vor Gericht komme, kille ich dich. Das schwör’ ich dir. Nimm mich ernst.‹ Die letzte Begegnung gab es dann am 24. Dezember 2010, als ich einkaufen war. H. stand vor mir in der Schlange, ging dann aus dem Laden; als ich den Laden verließ, sprang er von hinter der Tür hervor und spuckte mir ins Gesicht.</p></blockquote>
<p>Anders als der gelangweilte Richter präsentierte sich H.s Verteidiger, sonst eher Spezialist für Drogen-Kleinkriminelle, während des Prozesses höchst motiviert – so, als wäre er in einer wichtigen Mission unterwegs. In seinem Plädoyer klagte er darüber, dass man »wegen des Nationalsozialismus in Deutschland leider nicht gegen Israel sein« dürfe. Vom Richter wurde Gernot H. zugute gehalten, dass seine Schläge <em>nicht</em> dazu geführt hätten, dass das Opfer »blutüberströmt zusammenbrach«. Den Satz »Wenn du mich anzeigst, kille ich dich« habe der arbeitslose »Baumpfleger« nicht wörtlich gemeint.</p>
<p>Von zwei Zivilpolizisten, die bei den Ereignissen vor dem Kino anwesend waren, aber nicht eingegriffen hatten, tauchte nur einer vor Gericht auf. Er bestätigte zunächst die Auseinandersetzung vor dem Kino, war sich aber plötzlich nicht mehr sicher, nachdem der Verteidiger ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass es kein gutes Licht auf ihn werfe, wenn er trotzdem untätig abseits gestanden hätte. Identifizieren konnte er niemanden.</p>
<p>Nach zwei Prozessterminen mit Zeugenanhörungen wurde Gernot H. wegen Nötigung und zweifacher Körperverletzung schuldig gesprochen. Das Strafmaß: eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen à zehn Euro – <em>auf Bewährung</em>. Als einzige Auflage muss H. 200 Euro in den Justiztopf »Wissenschaft/Kunst/Kultur« spenden und darf für einen Bewährungszeitraum von zwei Jahren keine Unterstützer Israels mehr verprügeln.</p>
<p>Unter den Zuschauern waren vor allem linke Antisemiten, Freunde des Angeklagten. Der Staatsanwalt war Außenseiter im Saal mit seiner Ansicht, es dürfe nicht toleriert werden, dass die Vorführung eines Films über Israel, »der drei Jahrzehnte lang überall in der Welt gezeigt werden konnte«, ausgerechnet in Hamburg nicht möglich sei.</p>
<p>H.s Opfer zeigte sich gegenüber <em>Lizas Welt </em>»einerseits erleichtert, dass H. überhaupt schuldig gesprochen wurde«. Schließlich hatte der Richter schon am ersten Tag die Einstellung des Verfahrens vorgeschlagen (was die Staatsanwaltschaft aufgrund des öffentlichen Interesses an dem Fall ablehnte). Außerdem, so der Mann weiter, sei das Hauptziel ja »ein deutliches Signal« gewesen, dass er sich H.s Aktionen nicht gefallen lasse; nun müsse H. – hoffentlich – »erst einmal die Füße still halten«. Andererseits seien 80 Tagessätze auf Bewährung für zweimal Körperverletzung und einmal Nötigung »schon auch irgendwie ein Witz, vor allem, wenn selbst die Entlastungszeugin bestätigt, dass H. einen Mundschutz trug, das heißt, offensichtlich mit Vorsatz und (mindestens passiver) Bewaffnung handelte.« Trotz des lächerlich milden Urteils war Gernot H. sichtbar sauer: Er hatte einen Freispruch erwartet und machte nun seinem Ärger Luft: »Waschlappen« rief der Schläger in Richtung der Zeugen, als er das Gericht verließ.</p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2011%2F11%2F20%2Fnachsicht-mit-dem-schlaeger%2F&amp;linkname=Nachsicht%20mit%20dem%20Schl%C3%A4ger" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Nachsicht mit dem Schläger" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
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			<media:title type="html">Das »B5« genannte »Internationale Zentrum« in der Hamburger Brigittenstraße 5</media:title>
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		<title>Aktion Libero</title>
		<link>http://lizaswelt.net/2011/11/16/aktion-libero/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 23:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Homophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wann immer man glaubt, es gebe im Fußball so etwas wie zarte Fortschritte in Bezug auf den Umgang mit dem Thema Homosexualität, folgt so sicher die Ernüchterung auf dem Fuße wie der Abpfiff des Schiedsrichters nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Beispiele gefällig? »Wenn ein Spieler schwul ist, ist er trotzdem mein Mannschaftskollege, und für mich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2037&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2038 alignnone" title="Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen." src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/11/beitragsfoto.jpg?w=500&#038;h=273" alt="" width="500" height="273" /></p>
<p>Wann immer man glaubt, es gebe im Fußball so etwas wie zarte Fortschritte in Bezug auf den Umgang mit dem Thema Homosexualität, folgt so sicher die Ernüchterung auf dem Fuße wie der Abpfiff des Schiedsrichters nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Beispiele gefällig? »Wenn ein Spieler schwul ist, ist er trotzdem mein Mannschaftskollege, und für mich würde sich im Umgang mit ihm nichts ändern«, hatte Philipp Lahm einmal dem schwulen Lifestyle-Magazin <em>Front</em> Ende des Jahres 2007 <a href="http://lizaswelt.net/2008/02/19/football%E2%80%99s-coming-out/" target="_blank">gesagt</a> und ergänzt: »Ich registriere das nicht, für mich geht es darum, welche Ansichten jemand hat und ob er sich vernünftig verhält. Ich lebe gerne in einer liberalen, offenen Gesellschaft, in der ein tolerantes Miteinander ohne diskriminierende Vorurteile möglich ist.« Dreieinhalb Jahre später erschien Lahms Buch ›Der feine Unterschied‹, in dem der Kapitän des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft ausdrücklichen Wert auf die Feststellung legt, keineswegs homosexuell zu sein, und in dem er darüber hinaus behauptet, zum Umzug genötigt gewesen zu sein, nachdem ihm ein Mann vor seiner Haustür gestanden habe, sich in ihn verliebt zu haben. Und den ehemaligen Hertha-Kicker Arne Friedrich, deutscher Nationalspieler wie Lahm, störte die Tatsache, dass beim Googeln seines Namens als erster Ergänzungsbegriff das Wort ›schwul‹ angeboten wird, so sehr, dass er seine Lebensgefährtin kürzlich in einem offenen Brief an die <em>Bild</em>-Zeitung <a href="http://lizaswelt.net/2011/10/28/offensive-der-heteros/" target="_blank">versichern ließ</a>, die gemischtgeschlechtliche Liebe zu bevorzugen.</p>
<p>Auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wird so ziemlich jede Aktivität gegen die Homophobie postwendend durch mindestens unglückliche, oft sogar unnötige und schädliche Äußerungen konterkariert. Zwar hat sein Präsident Theo Zwanziger, anders als dessen Amtsvorgänger, der Schwulenfeindlichkeit so engagiert wie öffentlich den Kampf <a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/zwanziger-sagt-schwulenfeindlichkeit-den-kampf-an/1240158.html" target="_blank">angesagt</a>. Doch sowohl sein eigenes, fragwürdiges <a href="http://www.zeit.de/sport/2011-04/homophobie-dfb-zwanziger-walther-ahrens/seite-2" target="_blank">Krisenmanagement</a> im Streit um die Affäre zwischen dem (ehemaligen) Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell und dem Unparteiischen Michael Kempter als auch die befremdliche <a href="http://www.zeit.de/sport/2011-03/schwul-nationalelf-bierhoff-tatort-bild-fussball" target="_blank">Reaktion</a> des Nationalmannschafts-Managers Oliver Bierhoff auf einen ARD-<em>Tatort</em>, in dem es um einen schwulen Profi ging, waren herbe Rückschläge. Überdies scheinen sich die Vereine, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, einfach nicht dazu entschließen zu können, ihrerseits entschlossen gegen die Homophobie einzutreten. Noch immer ist der Fußball also »eines der letzten heterosexuellen Milieus«, wie die FAZ im Februar 2008 <a href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/maennersport-ich-bin-fussballer-ich-kann-nicht-schwul-sein-1512115.html" target="_blank">feststellte</a>: »Niemand, der sagt: Ich bin schwul, und das ist auch gut so«, wie es Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister, im Juni 2001 auf einem Parteitag der Hauptstadt-SPD tat. »Auch Moderatorinnen, Schauspieler oder Modeschöpfer haben sich in den letzten Jahren zu ihrer Homosexualität bekannt. Ganz offensichtlich aber ist der Fußball in dieser Beziehung kein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung.«</p>
<p><a href="http://www.aktion-libero.de/" target="_blank"><img class="alignleft" title="Zur Website der »Aktion Libero«" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/11/aktion_libero_logo.png?w=150&#038;h=86" alt="" width="150" height="86" /></a>Dies zu ändern, sind in den letzten Jahren viele Fan-Initiativen und Einzelpersonen nicht nur aus dem Bereich des Fußballs angetreten. Und nun haben sich zahlreiche Sportblogger in der <em>Aktion Libero </em>zusammengeschlossen, der auch <em>Lizas Welt</em> angehört. Sie alle gehen auf ihren Blogs heute, am 16. November 2011, mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit (siehe unten) und präsentieren zudem <a href="http://www.aktion-libero.de/" target="_blank">eine gemeinsame Website</a>, auf der die <a href="http://www.aktion-libero.de/ueber-die-aktion/" target="_blank">Hintergründe</a> und genauen Inhalte der Aktion ausführlich dargelegt, Stimmen von <a href="http://www.aktion-libero.de/unterstuetzer-innen/" target="_blank">Unterstützern</a> versammelt sowie weiterführende Texte und <a href="http://www.aktion-libero.de/weiterfuehrende-links/" target="_blank">Links</a> angeboten werden. Ein <a href="http://www.aktion-libero.de/logos-banner-und-co/" target="_blank">Support</a> – in welcher Form auch immer – ist ausdrücklich erwünscht.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.aktion-libero.de/" target="_blank"><strong>AKTION LIBERO – SPORTBLOGS GEGEN HOMOPHOBIE IM FUSSBALL</strong></a></p>
<p>Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.</p>
<p><strong>Ein unerträglicher Zustand!</strong> Ob jemand <em>schwul</em> ist, oder <em>rund,</em> oder <em>grün,</em> das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.</p>
<p>Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig:<strong></strong></p>
<p><strong>Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.</strong><em></em></p></blockquote>
<p><em>Tipp zum Weiterlesen:</em> Dirk Leibfried/Andreas Erb: <a href="http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node/398" target="_blank">Das Schweigen der Männer.</a> Homosexualität im deutschen Fußball. Göttingen (Verlag Die Werkstatt) 2011, 176 Seiten, 12,90 Euro.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lizaswelt.net/category/fusball/'>Fußball</a>, <a href='http://lizaswelt.net/category/politik/'>Politik</a> Tagged: <a href='http://lizaswelt.net/tag/homophobie/'>Homophobie</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2037/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2037&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Offensive der Heteros</title>
		<link>http://lizaswelt.net/2011/10/28/offensive-der-heteros/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 23:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Arne Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Löw]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Bierhoff]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Lahm]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Worte sind es. Drei Worte bloß, und doch kommen sie vielen nur schwer über die Lippen, ganz besonders im Fußball: »Ich bin heterosexuell.« Wahrscheinlich war es nur eine Frage der Zeit, wahrscheinlich musste nur einer den Anfang machen. Und es ist zweifellos kein Zufall, dass gerade der Bundestrainer im April dieses Jahres mit gutem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2021&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2022" title="»Ich habe keinen Spieler erlebt, von dem ich überhaupt meinen könnte, dass der schwul ist, aber wenn es so sein sollte, wäre das auch okay«: Arne Friedrich" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/10/friedrich3.jpg?w=500&#038;h=457" alt="" width="500" height="457" /></p>
<p>Drei Worte sind es. Drei Worte bloß, und doch kommen sie vielen nur schwer über die Lippen, ganz besonders im Fußball: »Ich bin heterosexuell.« Wahrscheinlich war es nur eine Frage der Zeit, wahrscheinlich musste nur einer den Anfang machen. Und es ist zweifellos kein Zufall, dass gerade der Bundestrainer im April dieses Jahres mit gutem Beispiel <a href="http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13266575/Joachim-Loew-und-die-letzte-Frage-nach-dem-Toupet.html" target="_blank">voranging</a> und sich deutlich dazu bekannte (»Fragen Sie meine Frau«), mehr Interesse am anderen Geschlecht zu haben als am eigenen. Denn Joachim Löw, der mit der Nationalmannschaft die Fans verzaubert, musste wohl am wenigsten befürchten, durch die Balkenpresse gezogen, im Stadion verhöhnt und von seinen Spielern gemieden zu werden – oder gar seinen Job zu verlieren. Fast noch weiter ging anschließend Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, der die Behauptung, ein erklecklicher Teil der Nationalspieler bevorzuge entgegen anders lautenden Gerüchten doch die gleichgeschlechtliche Liebe, als »Angriff auf meine Familie« <a href="http://www.zeit.de/sport/2011-03/schwul-nationalelf-bierhoff-tatort-bild-fussball" target="_blank">bezeichnete</a>. Da konnte und wollte auch die <em>Bild</em>-Zeitung nicht nachstehen; sie hatte gar eine »homosexuelle Verschwörung« gegen die Minderheit der heterosexuellen Kicker entdeckt. Den Stein ins Rollen gebracht hatte aber vermutlich der Ballack-Berater Michael Becker, als er der Deutschen liebstes Kind eine »Schwulencombo« <a href="http://www.zeit.de/sport/2011-03/schwul-nationalelf-bierhoff-tatort-bild-fussball" target="_blank">nannte</a>. Ein stärkeres Statement gegen das, was die Genderforschung »Homonormativität« nennt, ist kaum denkbar.</p>
<p>Auf Becker, Löw, Bierhoff und die <em>Bild</em>-Zeitung folgte Philipp Lahm, der in seinem Buch mit dem vielsagenden Titel ›Der feine Unterschied‹ ein flammendes Plädoyer für die Heterosexualität hielt und deutlich machte, wie sehr er sich von schwulen Groupies belästigt fühlt. Dass die Medien Lahms Kritik an Völler, Klinsmann &amp; Co. dennoch stärker in den Mittelpunkt rückten als sein Bekenntnis zur Frauenliebe, ist im Grunde genommen nur damit zu erklären, dass jenseits aller Toleranzversicherungen immer noch eine gewisse Beklemmung vorherrscht, sobald sich Menschen als heterosexuell outen. Doch Arne Friedrich (Foto oben) ließ sich davon nicht beeindrucken. Vielmehr <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article13683917/Offener-Brief-der-Freundin-Arne-ist-nicht-schwul.html" target="_blank">bekannte</a> auch er, der Nationalspieler im Wartestand, sich nun öffentlich zu seiner sexuellen Neigung; ja, er behauptete gar ungewohnt angriffslustig: »Ich habe keinen Spieler erlebt, von dem ich überhaupt meinen könnte, dass der schwul ist, aber wenn es so sein sollte, wäre das auch okay.« Ihm zur Seite sprang seine Freundin Linn Rödenbeck, die in einem offenen Brief an die <em>Bild</em>-Zeitung – zweifellos das Flaggschiff in Sachen Hetero-Offensive – <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article13683917/Offener-Brief-der-Freundin-Arne-ist-nicht-schwul.html" target="_blank">schrieb</a>: »Ich habe keine Lust, irgendetwas zu rechtfertigen. Aber scheinbar« – genauer gesagt: anscheinend – »muss es einmal schwarz auf weiß stehen. Und vorab eine Entschuldigung an alle, die nun aus allen Wolken fallen. Nein, Arne ist nicht schwul.«</p>
<p>Eigentlich ist es ja bedauerlich, dass solche Statements noch immer nötig sind. Deutschland hat eine heterosexuelle Bundeskanzlerin, und mit Ausnahme von Berlin – wo der störrische Klaus Wowereit sein Schwulsein noch immer mit einem ermüdenden Und-das-ist-auch-gut-so kommentiert – werden alle Bundesländer von heterosexuellen Ministerpräsidenten respektive Regierenden Bürgermeistern geführt. Auch im Bereich der Musik, des Films und des Theaters finden sich viele Männer, die Frauen lieben, und Frauen, die Männer lieben. Doch im Fußball gehen die Uhren offenbar weiterhin anders – und vor allem: langsamer. Dort ist es noch längst nicht selbstverständlich, Heterosexualität nicht als Krankheit anzusehen, sondern als gleichberechtigte Lebensform – und vor allem als Privatsache, die, ginge alles mit rechten Dingen zu, nicht der Rede wert sein sollte. Und deshalb kann man nicht ausschließen, dass Arne Friedrich – sollte er denn einen neuen Verein finden – im Stadion künftig zur Melodie des <em>Beatles</em>-Hits ›Yellow Submarine‹ mit Schmähgesängen wie »Arne Friedrich ist heterosexuell, heterosexuell, heterosexuell« bedacht wird. Gerade deshalb ist sein Schritt so mutig und verdient allergrößten Respekt.</p>
<p><span style="font-size:85%;">Ein herzliches Dankeschön an die Betreiber des Weblogs <em><a href="http://gaywest.wordpress.com/" target="_blank">Gay West</a></em> für die Inspiration. Und ein Hinweis auf den formidablen Text des wundervollen Frédéric Valin, <em>Der Stock im Arsch – fünf Anmerkungen zu Arne Friedrichs Anti-Outing</em>, veröffentlicht auf dem Weblog <a title="Frédéric Valin: Der Stock im Arsch" href="http://www.zumblondenengel.de/2011/10/der-stock-im-arsch-funf-anmerkungen-zu-arne-friedrichs-anti-outing/" target="_blank"><em>Zum Blonden Engel</em></a>.</span></p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2011%2F10%2F28%2Foffensive-der-heteros%2F&amp;linkname=Offensive%20der%20Heteros" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Offensive der Heteros" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lizaswelt.net/category/fusball/'>Fußball</a> Tagged: <a href='http://lizaswelt.net/tag/arne-friedrich/'>Arne Friedrich</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/homophobie/'>Homophobie</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/joachim-low/'>Joachim Löw</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/oliver-bierhoff/'>Oliver Bierhoff</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/philipp-lahm/'>Philipp Lahm</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2021/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2021&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">»Ich habe keinen Spieler erlebt, von dem ich überhaupt meinen könnte, dass der schwul ist, aber wenn es so sein sollte, wäre das auch okay«: Arne Friedrich</media:title>
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		<title>Liberté!</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gilad Schalit]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute ist es nicht mehr nur eine Forderung: Gilad Schalit ist frei! Foto: © Franklin D. Rosenfeld. Einsortiert unter:Politik Tagged: Gilad Schalit, Israel<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2003&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2004" title="Seit heute ist es nicht mehr nur eine Forderung: Gilad Schalit ist frei! Foto: © Franklin D. Rosenfeld" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/10/liberte-ii.jpg?w=500&#038;h=601" alt="" width="500" height="601" /></p>
<p>Seit heute ist es nicht mehr nur eine Forderung: <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2011/10/18/warum-dieses-bild-wichtig-ist/" target="_blank">Gilad Schalit</a> ist <a href="http://www.israellycool.com/wordpress/wp-content/uploads/gilad-father.jpg" target="_blank">frei</a>!</p>
<p><span style="font-size:85%;">Foto: © <a href="http://franklinrosenfeld.blogspot.com/" target="_blank">Franklin D. Rosenfeld</a>.</span></p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2011%2F10%2F18%2Fliberte%2F&amp;linkname=Libert%C3%A9!" target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Liberté!" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lizaswelt.net/category/politik/'>Politik</a> Tagged: <a href='http://lizaswelt.net/tag/gilad-schalit/'>Gilad Schalit</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/israel/'>Israel</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lizaswelt2010.wordpress.com/2003/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=2003&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wer anderen eine Grube gräbt&#8230;</title>
		<link>http://lizaswelt.net/2011/10/17/wer-anderen-eine-grube-graebt/</link>
		<comments>http://lizaswelt.net/2011/10/17/wer-anderen-eine-grube-graebt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 16:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lizas Welt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wäre alles so gelaufen, wie die Schwarzen Ratten/Tupamaros Westberlin es sich vorgestellt hatten, dann wäre am 9. November 1969, dem 31. Jahrestag der Pogromnacht von 1938, im jüdischen Gemeindezentrum Westberlins eine Bombe detoniert. Doch dummerweise versagte der Zünder, weshalb der Sprengsatz keinen Schaden anrichtete – jedenfalls keinen materiellen. Das Bekennerschreiben der Stadtguerilleros wurde ungeachtet dessen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=1997&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1998" title="" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2011/10/antisemitismusfalle.jpg?w=500&#038;h=486" alt="" width="500" height="486" /></p>
<p>Wäre alles so gelaufen, wie die <em>Schwarzen Ratten/Tupamaros Westberlin</em> es sich vorgestellt hatten, dann wäre am 9. November 1969, dem 31. Jahrestag der Pogromnacht von 1938, im jüdischen Gemeindezentrum Westberlins eine Bombe <a href="http://www.rote-ruhr-uni.com/rezensionen/kettner_kraushaar.shtml" target="_blank">detoniert</a>. Doch dummerweise versagte der Zünder, weshalb der Sprengsatz keinen Schaden anrichtete – jedenfalls keinen materiellen. Das Bekennerschreiben der Stadtguerilleros wurde ungeachtet dessen veröffentlicht. In ihm hieß es, „die Kristallnacht“ werde „heute täglich von den Zionisten in den besetzten Gebieten“ an den Palästinensern „wiederholt“; aus den „vom Faschismus vertriebenen Juden“ seien „selbst Faschisten geworden, die in Kollaboration mit dem amerikanischen Kapital das palästinensische Volk ausradieren wollen“. Antisemitisch war das natürlich nicht, sondern bloß judenkritisch, so, wie die Beteiligung von Politikern der <a href="http://lizaswelt.net/2010/06/17/links-zwo-drei-gegen-israel/" target="_blank">Linkspartei</a> an Schiffsflotten zum Zwecke der Unterstützung von Hamas &amp; Co. nicht antisemitisch ist, sondern lediglich israelkritisch. Schließlich ist ein linker Antisemitismus „unmöglich“, wie der (linke und deshalb zu einem Urteil besonders berufene) Schriftsteller Gerhard Zwerenz schon 1976 <a href="http://www.zeit.de/1976/16/linker-antisemitismus-ist-unmoeglich" target="_blank">wusste</a>.</p>
<p>Gegen Juden (respektive ihre Einrichtungen) gerichtete, militante linksradikale Aktivitäten wie jene der Berliner Freiheitskämpfer vor 42 Jahren sind hierzulande zwar etwas aus der Mode gekommen – nicht zuletzt deshalb, weil sich die Zionisten und ihre deutschen Helfershelfer, darunter manch linker Abweichler, mit der Antisemitismuskeule bewaffnet haben und blindlings auf alles eindreschen, was sich nicht sofort unterwirft. Doch es gibt sie noch, die Aufrechten und Unbeugsamen, beispielsweise in Hamburg. Dort versammeln sie sich am – jawohl! – 9. November dieses Jahres in einem Etablissement mit dem schönen Namen <em>Kaffeewelt</em>, um über die <a href="http://51991989.fn.freenet-hosting.de/20111109AntisemitismusDiskussionLeseversion.pdf" target="_blank">„Antisemitismus-Falle“</a> zu diskutieren, genauer: über „die Funktion eines ungeheuerlichen Vorwurfs innerhalb der Partei <em>Die Linke </em>und gegen sie“. Und das Podium ist fürwahr hochkarätig besetzt: Arnold Schölzel, der Chefredakteur der stets <a href="http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php" target="_blank">widerständischen</a> Tageszeitung <em>junge Welt</em>, wird es genauso bereichern wie Susann Witt-Stahl, eine Journalistin, die vor allem zwei Arten von Faschismus bekämpft: den <a href="http://tierrechte.blog.de/2011/09/20/tierbefreiung-adorno-norddeutschland-lieblingsspielfeld-agrarindustrie-immer-mehr-immer-groessere-stallanlagen-11883272/" target="_blank">Fleischkonsum</a> und die <a href="http://www.hintergrund.de/201107121647/feuilleton/zeitfragen/sieg-oder-holocaust.html" target="_blank">Parteinahme</a> für Israel. Moderiert wird der Abend vom allzeit wackeren Thomas Immanuel Steinberg, der auf seiner Heimatseite unter anderem eine Selektion in <a href="http://www.steinbergrecherche.com/09kriegsjuden.htm" target="_blank">„Kriegsjuden“</a> und <a href="http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm" target="_blank">„Friedensjuden“</a> vornimmt und sich im Übrigen durchaus vorstellen kann, dass die Bezeichnung „Antisemit“ einmal zu einem <a href="http://www.steinbergrecherche.com/judaeophobie.htm#Spehl" target="_blank">„Ehrentitel“</a> wird.</p>
<p>Außerdem: Ist nicht auch die SA damals, am 9. November 1938, in die Antisemitismus-Falle getappt – aufgestellt von Juden, die absichtlich tatenlos zusahen, wie ihre Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser abgefackelt wurden, weil sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peel-Kommission" target="_blank">wussten</a>, dass es bald einen jüdischen Staat geben würde, und sich deshalb schon einmal moralisch bewaffneten, um später ungestraft das palästinensische Volk ausradieren zu können? Das wird man doch wohl noch fragen dürfen! Den Schölzel, den Steinberg und die Witt-Stahl zum Beispiel. Darüber hinaus könnte man ihnen in der <em>Kaffeewelt</em> gleich noch ein paar Vorschläge für weitere Veranstaltungen unterbreiten: Warum nicht bevorzugt am 27. Januar darüber debattieren, dass Auschwitz zwar befreit wurde, die Palästinenser dafür jedoch im aktuell größten KZ der Welt dahinvegetieren müssen? Und warum nicht gerade am 8. Mai darüber räsonieren, dass die deutschen Nazis zwar kapituliert haben, die israelischen aber weiterhin ihren Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führen können? Ungeheuerlich ist schließlich nur der Vorwurf an die Linke, antisemitisch zu sein – denn sie zeigt äußerstenfalls „zu viel Leidenschaft bei der Kritik an Israel“. Das hat übrigens Gregor Gysi <a href="http://www.taz.de/%2172580/" target="_blank">gesagt</a>. Ob der deshalb ein Kriegs- oder ein Friedensjude ist, kann Thomas Immanuel Steinberg gewiss gewohnt kompetent einschätzen.</p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2011%2F10%2F17%2Fwer-anderen-eine-grube-graebt%2F&amp;linkname=Wer%20anderen%20eine%20Grube%20gr%C3%A4bt..." target="_blank"><img class="alignleft" title="Diesen Beitrag mit anderen teilen" src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_256_24.png" alt="" width="256" height="24" /></a> <a href="mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback zu: Wer anderen eine Grube gräbt..." target="_blank"><img class="size-full wp-image-1197 alignright" title="Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden" src="http://lizaswelt2010.files.wordpress.com/2010/07/feedback1.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lizaswelt.net/category/politik/'>Politik</a> Tagged: <a href='http://lizaswelt.net/tag/antisemitismus/'>Antisemitismus</a>, <a href='http://lizaswelt.net/tag/israel/'>Israel</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lizaswelt2010.wordpress.com/1997/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=1997&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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